
18.08.2010 | Texas: Peter Cantu
hingerichtet
13.08.2010 | Alabama: Michael Jeffrey
Land hingerichtet
11.08.2010 | Alabama:
Anwaltsfehler gehen zu Lasten von Mandanten
Möglicherweise muss Todestraktinsasse Cory Maples für einen kleinen
Schreibfehler mit seinem Leben bezahlen.
Als ein Gericht in Alabama Abschriften einer Entscheidung in Maples' Fall
an die New Yorker Anwaltskanzlei senden wollte, die mit dessen Berufung
befasst ist, kamen beide Kopien ungeöffnet zurück, da die betreffenden
Anwälte inzwischen nicht mehr dort arbeiteten. Als dieser Fehler endlich
entdeckt wurde, war die Frist für Maples' Berufung bereits abgelaufen. Die
Kanzlei hat sich darum bemüht, einem Bundesberufungsgericht eine
Fristverlängerung abzuringen, bisher erfolglos. Maples' neuer Anwalt
argumentiert, dass sein Mandant nicht für einen Fehler büßen darf, den nicht
er begangen hat. Professor Deborah Rhode von der Universität Stanford, eine
Kapazität in Sachen Rechtsethik sowie Verteidigung von sozial Schwachen,
äußerte sich wie folgt: "Der Fall Maples ist das beste Beispiel dafür, warum
die Lehrmeinung, wonach Mandanten die Verantwortung für die Fehler ihrer
Anwälte zu tragen haben, dermaßen weltfremd ist."
Alabama ist der einzige US-Bundesstaat ohne Vorkehrungen, mittellosen
Todestraktinsassen einen Anwalt für ihre Berufungen zur Verfügung zu
stellen. Somit sind die Angeklagten notgedrungen auf freiwillige Verteidiger
angewiesen, die nicht selten aus einem anderen Bundesstaat sind, was in
diesem Fall zur entstandenen Verwirrung zusätzlich beigetragen hat.
(Quelle: New York Times)
21.07.2010 | Texas: Derrick
Jackson hingerichtet
19.07.2010 | Texas: Richterin
Keller bekommt öffentliche Verwarnung
Die staatliche Untersuchungskommission für richterliches Verhalten
verwarnte die Vorsitzende Richterin des Texas Court of Criminal Appeals
(Texanisches Berufungsgericht) Sharon Keller wegen ihres Verhaltens im Fall
eines Antrags in letzter Minute eines Todestraktinsassen.
Eine Gruppe von Anwälten, Menschenrechtlern und anderen Personen hatten
gefordert, dass Richterin Keller aus ihrem Amt entlassen würde, da sie dem
Ansehen des texanischen Gerichtswesens mit ihren Handlungen schwer geschadet
habe. Die Anwälte Kellers hatten argumentiert, dass die Richterin sich
richtig verhalten habe.
Am 25. September 2007 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten
Staaten gegen die Mittagszeit, den Fall von zwei Todestraktinsassen aus
Kentucky anzuhören, in dem es um die Verfassungsmäßigkeit der Giftinjektion
ging. Die Anwälte Richards schrieben daraufhin einen Antrag, die für den
gleichen Abend angesetzte Hinrichtung ihres Mandaten auszusetzen, bis der
Supreme Court im Fall der Insassen aus Kentucky entschieden hatte. Eine für
den gleichen Tag geplante Hinrichtung in Florida wurde aus diesem Grund
ausgesetzt und auch in Texas wurden nach dem 25.9.07 bis zur Entscheidung
des Obersten Gerichtshof im Mai 08 keine Hinrichtungen durchgeführt.
Doch die Anwälte Richards hatten Probleme mit dem Drucker und riefen
daher im Gericht an mit der Bitte, dieses 20 Minuten länger offen zu halten,
damit sie den Antrag einreichen könnten. Richterin Keller ließ durch einen
Angestellten ausrichten, das Gericht schließe um 17 Uhr und Richards wurde
noch am gleichen Abend hingerichtet.
Der Untersuchungsausschuss entschied, Richterin Keller habe durch ihr
Verhalten im Jahr 2007 dem Ansehen des Gerichtswesens in Texas geschadet und
verwarnte sie daher öffentlich. Die Anwältin Kellers teilte mit, dass sie
gegen diese Entscheidung Einspruch einlegen würde.
(Quelle: Houston Chronicle)
19.07.2010 | Ohio: William Garner
hingerichtet
02.07.2010 | Texas: Michael Perry
hingerichtet
8.06.2010 | Utah: Ronnie Gardner
hingerichtet
16.06.2010 | Texas: David Powell
hingerichtet
11.06.2010 | Alabama: John Forrest
Parker hingerichtet
0.06.2010 | Georgia: Melbert Ford
hingerichtet
03.06.2010 | Texas: George Jones
hingerichtet
02.06.2010 | USA: Schwarze in
südlichen Bundesstaaten überproportional oft als Geschworene abgewiesen
Nach Angaben von Verteidigungsanwälten und einer neuen Studie der
Organisation Equal Justice Initiative werden Schwarze überproportional oft
aus einer Geschworenenjury ausgeschlossen. In den meisten Fällen findet hier
keine Überprüfung der Ausschlussgründe statt.
Die Zusammensetzung einer Jury variiert sehr stark von Staat zu Staat,
dennoch fand die Studie der Equal Justice Initiative gravierende Probleme in
acht Staaten: Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi,
Süd Carolina und Tennessee.
In Alabama wurde eine diskriminierende Auswahl der Jury in 25
Todesstrafenfällen festgestellt: hier wurden mehr als 75% der theoretisch
zur Verfügung stehenden schwarzen Geschworenen ausgeschlossen.
Eine Analyse des Louisiana Capital Assistance Center stellte fest, dass
in den Jahren 1999 bis 2007 Schwarze drei Mal öfter als Geschworene
abgewiesen wurden als Weiße.
In Nord Carolina wurden mindestens 26 der momentanen Todestraktinsassen
von einer rein weißen Geschworenenjury verurteilt.
Studien haben gezeigt, dass eine gemischtrassige Jury sich
durchschnittlich länger berät, Fälle aus mehr verschiedenen Perspektiven
begutachtet und weniger Sachfehler macht als rein weiße Jurys. Weiterhin
wurde festgestellt, dass überwiegend schwarze Jurys weniger bereit sind die
Todesstrafe zu verhängen.
Seit 1875 ist es illegal Geschworene wegen ihrer Rassenzugehörigkeit aus
der Jury auszuschließen, doch rein weiße Jurys bleiben im Süden der USA die
Norm.
Während der Geschworenenauswahl werden potentielle Geschworene zunächst
wegen des Verhandlungsgegenstands ausgeschlossen – Gründe wie z.B. Ablehnung
der Todesstrafe oder Interessenskonflikte. Danach können sowohl
Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung Fragen stellen und abwechselnd
potentielle Geschworene ausschließen. Die Anzahl der möglichen Ausschlüsse
von jeder Seite variiert je nach Staat, doch ist oftmals hoch genug, um es
einer Seite zu ermöglichen alle qualifizierten Mitglieder einer Minorität
auszuschließen.
1986 entschied zwar der US Supreme Court in Batson vs. Kentucky, dass
wenn sich ein während dieser Phase ein Muster der Ausschlüsse aus
diskriminierenden Gründen abzeichnet, Anwälte nicht-rassistische Gründe für
ihre Ausschlüsse vorbringen müssen, doch die Ausschlussgründe müssen weder
überzeugend noch plausibel sein.
Stephen B. Blight, ein Verteidigungsanwalt aus Atlanta, Georgia, meinte
hierzu: "Jeder mit ein wenig Verstand kann sich irgendeine rassenneutrale
Begründung ausdenken und damit durchkommen."
Staatsanwälte gaben zum Beispiel Begründungen an wie der potentielle
Geschworene lebe in einer Gegend mit hoher Kriminalitätsrate, sei arbeitslos
oder alleinerziehend. In einem Fall in Louisiana erlaubte der Richter die
Entlassung eines potentiellen Geschworenen mit der Begründung, er „sah wie
ein Drogenhändler aus“.
(Quelle: New York Times)
28.05.2010 | Alabama: Thomas
Whisenhant hingerichtet
26.05.2010 | Texas: John Alba
hingerichtet
Am Dienstag Abend wurde der 55-jährige John Alba in Huntsville, Texas,
hingerichtet.
21.05.2010 | Virginia: Darick
Walker hingerichtet
21.05.2010 | Mississippi:
Gerald Holland hingerichtet
20.05.2010 | Mississippi: Paul
Woodward hingerichtet
20.05.2010 | Texas: Rogelio
Cannady hingerichtet
20.05.2010 | Georgia: Neuer
Hinrichtungstermin für Melbert Ford muss festgelegt werden
Nachdem bereits im Februar der Gnadenausschuss nicht über den Fall
von Melbert Ford entscheiden konnte, da der Ausschuss nicht voll besetzt
war und hierdurch eine Entscheidung nicht dem Gesetz entsprechend wäre,
hat Gouverneurin Perdue in den letzten Woche zwei neue Mitglieder in den
Ausschuss berufen.
Hiermit ist der Weg für Hinrichtungen wieder frei. Die
Staatsanwaltschaft muss nun einen neuen Hinrichtungstermin für Ford
beantragen.
(Quelle: Washington Examiner)
19.05.2010 | USA: Fünf Hinrichtungen
in zwei Tagen
Für heute und morgen sind in den USA fünf Hinrichtungen angesetzt.
Rogelio Cannady (TX), Paul Woodward (MS) und Melbert Ford (GA) sollen heute
sterben; Darick Walker (VA) und Gerald Holland (MS) haben morgen ihren
Hinrichtungstermin.
Ursprünglich sollte auch Richard Tabler (TX) morgen exekutiert werden, doch
ihm gewährte im Februar ein Richter einen Hinrichtungsaufschub.
Insgesamt sind für diesen Monat in den Vereinigten Staaten noch neun
Hinrichtungen angesetzt.
Am Mittwoch stand ein Galgen vor dem Brandenburger Tor und an diesem hingen
– symbolisch für alle Hingerichteten – vier lebensgroße Puppen. Eine
Protestaktion gegen die Todesstrafe.
Und auch der Mittwoch wurde symbolisch gewählt, denn der Mittwoch ist im
Iran der ‚schwarze Tag’, der Tag, an dem normalerweise Todesurteile
vollstreckt werden.
Aufgerufen zur Demonstration gegen Hinrichtungen und politische Verfolgung
im Iran hatte Sharam Roghani (B90/Die Grünen).
Die wenigen Teilnehmer an dieser Aktion waren für Mina Ahadi, Vorsitzende
und Sprecherin des
International Committee Against Executions, Bestätigung dafür, dass nur
Wenige bereit sind, auch unter widrigen Umständen für das Leben von
Todesurteilen bedrohter Menschen zu demonstrieren.
(Quelle: Humanistischer Pressedienst)
12.01.2010
Oklahoma: Julius Young, 60, hingerichtet
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Julius Young wurde um 18.27 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
(Quelle: NewsOK)
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12.01.2010
Texas: Gary Johnson, 59, hingerichtet
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Im Hinrichtungsraum verneinte Johnson die Frage des
Gefängnisdirektors, ob er letzte Worte sprechen wolle. „Sagen Sie
nur meiner Familie Auf-Wiedersehen“, sagte er. Doch dann bat er mit
brechender Stimme seine Angehörigen, die der Hinrichtung beiwohnten,
anderen Familienangehörigen zu sagen, sie hätten falsch gehandelt,
ihn ausbaden zu lassen, was sie getan hätten. „Ich habe in meinem
ganzen Leben nie jemandem etwas getan.“, sprach er weiter.
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Elf Minuten später, um 18.26 Uhr, wurde Gary Johnson für tot
erklärt.
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Die 71-jährige Marianne B. aus dem Kreis Böblingen wurde in Florida unter
Mordverdacht verhaftet. Sollte sie des vorsätzlichen Mordes für schuldig
befunden werden, droht ihr die Todesstrafe.
Marianne B. flog mit ihrem Mann nach Florida um über Weihnachten ihre dort
lebende Tochter und ihren 5-jährigen Enkelsohn zu besuchen. Am Mittwoch fuhr
der Mann zum Einkaufen. Bei seiner Rückkehr sah er seine Frau in
durchnässter Kleidung. Sie sagte ihm, dass sie ihren Enkel ertränkt und
danach versucht habe, sich selbst das Leben zu nehmen. Der Mann rannte ins
Haus und fand den Jungen leblos in der Badewanne. Sofort fuhr er mit ihm in
die Notaufnahme, doch das Leben des Jungen konnte nicht gerettet werden.
Die Tochter des hatte sich im Jahr 2006 von ihrem Mann scheiden lassen. Laut
der Aussage von Frau B. ertränkte sie ihren Enkel, um ihm ein Leben als
Scheidungskind zu ersparen. Nun droht ihr die Todesstrafe.
Da das deutsche Strafrecht auch für im Ausland begangene Straftaten gilt,
hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein
Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies dient zunächst v.a. dazu, von den
amerikanischen Behörden Informationen zum Fall zu bekommen. Der Prozess
gegen Frau B. wird aber wahrscheinlich in Florida abgehalten werden.
07.01.2010
Louisiana: Gerald Bordelon, 47, hingerichtet
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Vor seinem Tod entschuldigte sich Gerald J. Bordelon bei der Familie
seines Opfers und zeigte Reue für seine Tat.
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Bordelon hatte im letzten Jahr seine Berufungen aufgegeben und damit
den Weg zu seiner Hinrichtung freigemacht.
Courtneys Mutter, Schwester und Onkel wohnten der Hinrichtung
Bordelons als Zeugen bei. In seinen letzten Worten sagte dieser zu
ihnen: 'Es tut mir Leid. Ich weiss nicht, ob dies einen Abschluss
oder Frieden bringt. Es hätte nie passieren sollen, aber ich habe es
getan und es tut mir Leid.'
Gerald J. Bordelon wurde um 18.32 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
(Quelle: 2theadvocate.com)
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07.01.2010
Texas: Kenneth Mosley, 51, hingerichtet
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Mosley sprach keine letzten Worte im Hinrichtungsraum. Er wurde um
18.16 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
(Quelle: Chronicle)
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07.01.2010
Ohio: Vernon Smith, 37, hingerichtet
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Vernon Smith wurde heute zum zweiten Menschen, der in den
Vereinigten Staaten mit nur einem Medikament hingerichtet wurde.
Smith, der im Gefängnis zum Islam übergetreten war und seinen Namen
in Abdullah Sharif Kaazim Mahdi geändert hatte, wiederholte auf der
Hinrichtungsliege vier Mal die Worte „Es gibt keinen Gott als Allah
und Mohammed ist sein Prophet.“ auf Arabisch.
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Vernon Smith wurde um 10.28 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
(Quelle: The Columbus Dispatch)
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Das American Law Institute (A.L.I.) , bestehend aus etwa 4000 Richtern,
Anwälten und Juraprofessoren, das vor knapp 50 Jahren dem modernen
Kapitalstrafrecht in den USA den Boden bereitete und zur Wiedereinführung
der Todesstrafe beigetragen hat, erklärte im vergangenen Herbst sein eigenes
Projekt für gescheitert und zog sich davon zurück.
Dies kommt einer 180-Grad-Wende gleich, weder der anhaltende Rückgang der
Todesurteile im letzten Jahr, der geänderte Hinrichtungsablauf in Ohio mit
nur noch einem Gift noch die Abschaffung der Todesstrafe in New Mexico ist
wohl derart bedeutsam gewesen wie diese juristische Neuausrichtung.
Laut Franklin E. Zimring, Juraprofessor an der University of California in
Berkeley, stand das A.L.I. neben seiner Bedeutung bei anderen Themen bislang
für fundiert begründete Befürwortung des Todesstrafensystems in den USA.
Das Institut strebt nach möglichst ähnlich gestalteten Neuformulierungen von
Gesetzen, die Modellcharakter haben, nach Kohärenz und Struktur, damit nicht
jeder Bundesstaat einen eigenen Weg für sein juristisches Regelwerk
einschlägt.
1962 legte das Institut den Grundstein für die Todesstrafe der heutigen
Zeit, Bestandteil eines neuen Strafgesetzes, welches der Oberste Gerichtshof
weitgehend übernahm, als er 1976 im Zusammenhang mit der Strafsache 'Gregg
v. Georgia' die Todesstrafe wieder in Kraft setzte. Einige der Obersten
Richter beriefen sich auf die vom American Law Institute entwickelten
Richtlinien als für die gesamten USA nachahmenswerte Maßstäbe.
Die jüngst getroffene Entscheidung, sich aus der Thematik zurückzuziehen,
ist als Kompromiss zu deuten. Einige Mitglieder hatten das A.L.I. erfolglos
aufgefordert, die Todesstrafe insgesamt zu verwerfen. Im Oktober stimmte das
Institut immerhin dafür, vom Gefüge des gescheiterten Kapitalstrafrechts
abzurücken, zu dem es selbst beigetragen hatte.
(...)
Roger S. Clark, der an der juristischen Fakultät von Rutgers in Camden lehrt
und einer der größten Verfechter war, dass das A.L.I. die Todesstrafe
komplett verwirft, zeigte sich zufrieden mit dem Kompromiss. Damit werde dem
Thema der gesamte geistige Unterbau entzogen.
Die Bedeutung der 1962 gelegten Basis wurde von Obersten Richtern – darunter
Harry A. Blackmun und Antonin Scalia – sowie Befürwortern wie Gegnern der
Todesstrafe im Laufe der Jahre immer wieder unterschiedlich bewertet.
(Quelle: NY Times)
Die oberste Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen rief heute zur
weltweiten Abschaffung der Todesstrafe auf und führte eine Reihe von
Argumenten an, vom Grundrecht auf Leben bis zur Möglichkeit von
Fehlurteilen.
“Ich wende mich in jedem Fall gegen die Todesstrafe”, sagte die
UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay in einer Mitteilung
anlässlich des 20. Jahrestags des Fakultativprotokolls über die Abschaffung
der Todesstrafe, das dem UN-Zivilpakt 1989 hinzugefügt wurde, um
letztendlich die Todesstrafe abzuschaffen.
“Ich bekleide dieses Amt aus unterschiedlichen Gründen, darunter der
absolute Grundsatz des Rechts auf Leben, die nicht hinnehmbare Gefahr,
versehentlich Unschuldige hinzurichten, das Fehlen eines Beweises für eine
abschreckende Wirkung der Todesstrafe sowie die meines Erachtens vom
Rachegedanken geleitete unangebrachte Natur der Strafe.”
Frau Pillay wies darauf hin, dass diese Form der Strafe in 140 Ländern nicht
mehr angewendet wird. Die 72 Staaten, die das Protokoll ratifiziert haben,
verpflichten sich, keine Hinrichtungen durchzuführen, alle notwendigen
Maßnahmen zu ergreifen, die Todesstrafe endgültig abzuschaffen und niemanden
in ein Land abzuschieben, in welchem ihm die Todesstrafe droht.
“Mit der Ratifizierung des Fakultativprotokolls und ähnlichen regional
begrenzten Menschenrechtsinstrumenten in Europa und in Amerika zieht man
eine scharfe Grenze, weg von der Anwendung der Todesstrafe”, sagte sie und
fügte hinzu, dieses Mittel stelle für die Länder im Abschaffungsprozess eine
wesentliche Maßnahme dar.
“In vielen Gesellschaften ist die Abschaffung der Todesstrafe ein
schwieriger Prozess und häufig kommt es erst nach langwierigen
Auseinandersetzungen in einem Land zur Ratifizierung des
Fakultativprotokolls. Länder, die noch nicht an diesem Punkt angekommen sind
und die Todesstrafe noch anwenden, bitte ich dringend, formell ein
Moratorium zu verhängen und langfristig auf die Ratifizierung des
Fakultativprotokolls hinzusteuern, damit die Todesstrafe überall vollständig
abgeschafft wird.”
13.12.2009
Ohio: Debakel in der
Hinrichtungskammer führt zu völlig neuem Protokoll
Nachdem am 15. September ein Team von Gefängnisangestellten zwei Stunden und
23 Minuten lang vergeblich versucht hatte, einem Häftling einen Venenzugang
zu legen, um ihn per Giftinjektion zu töten, hatte Gouverneur Ted Strickland
die Exekution Romell Brooms abbrechen lassen. Mindestens 18-mal hatten die
Angestellten die Nadel an unterschiedlichen Stellen angesetzt, sie trafen
dabei u.a. auch in Muskeln und Knochen. Trotz eingelegter Pause und sogar
Mithilfe des Verurteilten konnte die Hinrichtung nicht vollstreckt werden,
da Brooms Venen sich als ungeeignet erwiesen. Gerade bei früheren
Drogenkonsumenten sind schlecht auffindbare Venen immer wieder ein Thema. Da
das Hinrichtungsteam i.d.R. nicht aus Ärzten besteht, muss es nicht
verwundern, wenn die Vorbereitungen von Komplikationen begleitet sind. Die
Ärztekammer untersagt Medizinern, sich an Exekutionen zu beteiligen.
Ein zunächst einwöchiger Aufschub wurde um mindestens zehn Tage verlängert,
da Brooms Anwälten zufolge weitere Versuche einer grausamen und
ungewöhnlichen Behandlung gleichkämen, was die amerikanische Verfassung
nicht gestattet. Sämtliche anderen angesetzten Hinrichtungen wurden vor dem
Hintergrund dieses Falles ebenfalls verschoben. Am 9. Dezember wurde Brooms
Verteidigern eine Frist bis 8. Januar eingeräumt, ihren Antrag einzureichen,
wonach ein weiterer Versuch, ihren Mandanten legal zu töten, als nicht
zulässig abzuweisen sei.
Erst einmal zuvor war eine Exekution komplett fehlgeschlagen. 1946 überlebte
der damals 17-jährige Willie Francis einen Stromschlag von 2500 Volt.
Nachdem der US Supreme Court befunden hatte, es sei rechtens, einen weiteren
Hinrichtungsversuch durchzuführen, wurde Francis ein Jahr später auf dem
elektrischen Stuhl getötet.
Um in Zukunft besser gewappnet zu sein, als dies bei der Hinrichtung Brooms
der Fall war, kündigte Ohio am 13. November an, eine neue Methode
einzuführen, bei der hochdosiert nur das Barbiturat Natriumpentothal
verabreicht wird. Dieses Mittel wird in den USA z.B. für das Einschläfern
von Tieren verwendet. Falls eine intravenöse Gabe nicht durchführbar sein
sollte, werde das Hinrichtungsteam auf eine Kombination aus zwei anderen
Mitteln ausweichen, die per Injektion in Muskelgewebe zum Tode führen – dem
Vernehmen nach handelt es sich hierbei um Midazolam und Hydromorphon.
Am 8. Dezember fand diese Methode erstmals bei der Exekution von Kenneth
Biros Anwendung, nachdem alle Bedenken abgewiesen worden waren, es handle
sich um eine unerprobte Methode und damit um einen Menschenversuch. Biros
hatte in der Vergangenheit die Vorgehensweise bei Hinrichtungen per
Giftinjektion juristisch angefochten. Das Hauptproblem im Zusammenhang mit
der Hinrichtung Brooms hatte darin bestanden, eine geeignete Vene zu finden
– ob nun für ein tödliches Präparat oder für die in den USA üblichen drei,
spielte dabei keine Rolle. Quasi in einem Nebensatz gab Ohio nun an, künftig
bei ähnlichen Problemfällen zwei andere Mittel in tödlicher Dosis per
Spritze in einen Muskel zu verabreichen.
Die erste Exekution mit nur einem Mittel ging nicht ohne Probleme
vonstatten. Biros' Anwalt zufolge dauerte es eine halbe Stunde, bis das
Hinrichtungsteam einen Venenzugang gelegt hatte, neun Versuche schlugen
fehl, obschon Biros von sich aus mit erhöhter Flüssigkeitsaufnahme die Suche
nach einer Vene erleichtern wollte. Wie bekannt wurde, sprachen Beamte
anwesenden Journalisten gegenüber die Warnung aus, Biros könne auf eine
etwaige intramuskuläre Injektion mit den genannten Präparaten mit Erbrechen
und Krämpfen reagieren. Biros wurde etwa 10 Minuten nach Verabreichen des
Mittels für tot erklärt.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Ohio mit der Einführung des neuen
Hinrichtungsprotokolls zwei Ziele erreichen wollte. Zum einen wird der
Übergang von drei auf nurmehr eine Substanz als Antwort gesehen auf das oft
vorgebrachte Argument, die Methode mit drei Mitteln könne nicht
gewährleisten, dass der Delinquent keine grauenvolle Qualen erleide. Die
Wirkung des Anästhetikums Natriumpentothal könne rasch verfliegen, das
zweite verabreichte Mittel Pancuroniumbromid lähmt die Muskeln und könne
dadurch maskieren, dass die letztlich zum Tode führende Gabe von
Kaliumchlorid den Häftling furchtbare Schmerzen erleiden lässt, was die
amerikanische Verfassung als Folter verbietet. Pancuroniumbromid dient so
gesehen mehr der Befindlichkeit der Ausführenden und der Hinrichtungszeugen
und weniger dem technischen Vorgang der Exekution; abgesehen davon dauert es
mit nur einem Anästhetikum in Überdosis länger bis zum Eintreten des Todes.
Zum anderen liefert Ohio mit der Ersatzmethode der intramuskulären Injektion
nun einen Plan B, der als Beruhigung für die mit einer Hinrichtung
Beauftragten in der Schublade parat liegt.
Karin Krauß
11.12.2009
Indiana: Matthew Eric Wrinkles, 49, hingerichtet
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In einem letzten, schriftlichen Statement sagte Wrinkles, er habe
zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden und er sei nun nicht er
der gleiche Mann, der damals die schreckliche Tat begangen habe. Er
habe drei Menschen getötet, die er liebe.
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Die Hinrichtung Wrinkles hatte für großes Medieninteresse gesorgt,
v.a., da einige der Opferangehörige sich gegen die Hinrichtung
aussprachen. Hierzu gehörten u.a. die Mutter und eine Tochter von
Wrinkles Schwägerin und eine Nichte, die zur Tatzeit im Haus war und
selbst nur knapp dem Tod entkam. Die Eltern von Wrinkes Ex-Frau
waren für die Hinrichtung.
Eric Wrinkles wurde um 0.39 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
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8.12.2009
Ohio: Kenneth Biros, 51, hingerichtet
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Kenneth Biros wurde zum ersten Menschen, der in den Vereinigten
Staaten mittels nur einer Droge hingerichtet wurde. Bisher wurde
diese Methode nur für das Einschläfern von Tieren verwendet.
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Nachdem Ohio im September den Versuch, einen anderen Gefangenen,
Romell Broom, hinzurichten abbrechen musste, suchte der Staat nach
einer neuen, sichereren Hinrichtungsmethode. Im September wurde nach
fast 20 fehlgeschlagenen Versuchen, eine Injektionsnadel in eine
passende Vene zu stechen, die Hinrichtung von Broom nach über 2
Stunden verschoben.
Biros ist der erste Mensch, der nach dem neuen Hinrichtungsprotokoll
Ohios hingerichtet wurde. Nach diesem Protokoll hat das
Hinrichtungsteam 3 Versuche, die Injektionsnadel in eine passende
Vene des Gefangenen zu stechen. Dann wird dieser mit nur einer
Droge, einer Überdosis des Anästhesie-Mittels Thiopental,
hingerichtet. Kann keine passende Vene gefunden werden, kann mittels
einer intramuskulären Injektion von 2 verschiedenen Drogen, einen
Beruhigungsmittel und einem Schmerzmittel, hingerichtet werden.
Der Staat verwendet nun nur noch ein Mittel zu Hinrichtung, da es
massive Kritik an der in allen anderen Staaten (wie bisher auch
Ohio) vorherrschenden Methode, mit drei verschiedenen Drogen
hinzurichten, gab. Es sind hierzu einige Gerichtsverfahren anhängig,
da nach Ansicht einiger Experten nicht sichergestellt werden kann,
dass der Hinzurichtenden tatsächlich ohne Bewusstsein ist, wenn das
muskellähmende und das das Herz zum Stillstand bringende Medikament
gegeben werden und der Gefangene tatsächlich extremste Schmerzen
erleiden könnte ohne die Möglichkeit zu haben, sich auszudrücken.
Die Anwälte Biros hatten vergeblich versucht, dessen Hinrichtung
aufzuhalten. Ihr Argument war, der Staat Ohio verwende Biros als
lebendes Versuchskaninchen, da die neue Hinrichtungsmethode noch nie
erprobt worden sei.
Kenneth Biros wurde um 11.47 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
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Falls kein formaljuristischer Aufschub mehr erfolgt, wird Kenneth Biros als
erster Verurteilter in den USA am Dienstag nur mit dem Mittel
Natriumpentothal hingerichtet.
Biros, 51, hält es für grausam und ungewöhnlich, dass der Ohio ihn einer Art
Menschenversuch auszusetzen beabsichtigt; seine Anwälte geben zu bedenken,
diese Methode sei weder in den USA noch "sonst einem zivilisierten Land" je
angewendet worden.
Ohio hat entschieden, nurmehr ein Gift für Exekutionen zu verwenden, nachdem
am 15. September die Hinrichtung von Romell Broom fehlschlug. Als die
Vollstreckungsbeamten keine Vene fanden, durch die man die Gifte hätte
injizieren können, ließ Gouverneur Ted Strickland die Hinrichtung abbrechen.
Biros soll eine Überdosis Natriumpentothal verabreicht werden, sollte sich
dafür kein Venenzugang legen lassen, wird eine tödliche Dosis wie bei einer
Grippeimpfung in einen Muskel injiziiert.
Natriumpentothal ist durchaus keine unbekannte Größe. Es handelt sich um ein
in der Anästhesie häufig verwendetes Barbiturat, mit dem ein Koma
herbeigeführt werden kann, und es dient gelegentlich als Modedroge für
risikofreudige Jugendliche.
Seine tödliche und besonders schnelle Wirkung ist allgemein bekannt; in den
USA wird das Mittel eingesetzt, um Tiere einzuschläfern und in Europa wird
damit auch schon mal legal Hilfe zur Selbsttötung geleistet.
In den USA findet Natriumpentothal nur selten bei ärztlich begleitetem
Suizid Anwendung, legal darf dieser in Belgien, den Niederlanden sowie in
den Bundesstaaten Oregon und Washington durchgeführt werden.
Katrina Hedberg, Epidemiologin aus Oregon, sagte, Natrium-Secobarbital und
Pentobarbital seien die gebräuchlichsten Präparate, bei beiden handele es
sich um von Ärzten hochdosiert verschriebene Beruhigungsmittel.
Auch für Experimente wird Natriumpentothal gerne verwendet. Niedrig dosiert
besitzt es Eigenschaften eines Wahrheitsserums, das den Willen eines
Menschen weit genug ausschaltet, um ihm im Zuge einer Therapie oder
strafrechtlichen Befragung Angaben entlocken zu können.
„Es ist wie bei allen Beruhigungsmitteln, wählt man eine sehr niedrige
Dosierung, führt dies lediglich dazu, dass eine Person sich ein wenig
benebelt fühlt", so der Mediziner Mark Heath während einer vor Gericht
gemachten Aussage im Ohio-Fall.
"Bei einer mittleren Dosis (...) schläft die Person ein, gelangt jedoch auch
recht schnell wieder zu Bewußtsein. Bei einer sehr hohen Gabe, wie sie etwa
bei Hinrichtungen verabreicht wird, bleibt die Person sehr lange bewußtlos,
damit meine ich einen Zeitraum von Stunden."
Heath führte aus, dass die Person stirbt, da mit dem Mittel der Antrieb zu
atmen gestört wird, und der Mensch erstickt.
3.12.2009
Texas: Bobby Woods, 44, hingerichtet
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In den vergangenen Wochen hatten die Anwälte Woods noch gegen dessen
Hinrichtung Klage eingelegt. Tests zeigen, dass der Woods IQ
zwischen 60 und 80; der Grenzwert, ab dem man in den USA als geistig
kompetent im rechtlichen Sinne angesehen wird, liegt bei 70.
Hinrichtung von Menschen, die geistig nicht fähig sind, ihrem
Verfahren zu folgen und zu verstehen, dass und warum sie
hingerichtet werden, sind nicht zulässig. Doch die Gerichte gaben
der Klage nicht statt und so wurde Woods am Abend des 4. Dezember
exekutiert.
Bobby Wayne Woods wurde um 18.40 Uhr Ortszeit, acht Minuten nachdem
die tödlichen Drogen begannen zu fließen, für tot erklärt.
(Quelle: AP)
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2.12.2009
Tennessee: Cecil Johnson Jr., 53, hingerichtet
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Bevor die tödlichen Drogen wirken konnten, formte er in Richtung
seiner Familie noch mehrmals die Worte „Ich liebe Euch“ mit seinen
Lippen.
Um ein Uhr morgens begann die tödliche Injektion. Cecil Johnson Jr.
wurde um 1.34 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
(Quelle: tennessean.com)
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Die Todestraktinsassen Thomas C. Bowling, Ralph Baze und Brian Keith Moore
klagten vor dem Obersten Gerichtshof von Kentucky gegen das
Hinrichtungsprotokoll des Staates.
Heute entschied das Gericht, dass der Staat den staatlich vorgeschriebenen
administrativen Prozeduren folgen muss bevor das momentane
Hinrichtungsprotokoll angewendet werden kann. Außerdem müsse Kentucky
öffentliche Anhörungen zur Hinrichtung mit dem aus drei Drogen bestehenden
Cocktail halten. Die Gefängnisbehörde müsse laut dem Gesetz von Kentucky
eine Vorschrift öffentlich bekannt machen, die alle Teile des
Hinrichtungsablaufs der Exekutionen mittels Giftinjektion beschreibt.
Ausgenommen hiervon seien nur Dinge, die rein interne Dinge betreffen, wie
die Identitäten der Mitglieder des Hinrichtungsteams, der Aufbewahrungsort
der Drogen und andere sicherheitsrelevante Dinge.
Ein 10-köpfiges Gremium der American Bar Association* (ABA), bestehend aus
Juraprofessoren, ehemaligen Richtern des Obersten Gerichtshofs, einem
Staatsanwalt sowie einigen Anwälten, wird die Vorgehensweise des
Bundesstaats bei Hinrichtungen untersuchen, um zu gewährleisten, dass diese
ordentlich durchgeführt werden. Diese Untersuchung soll in zwölf bis 18
Monaten abgeschlossen sein.
Die ABA hat derartige Prüfungen schon in acht anderen Bundesstaaten
vorgenommen. Nachdem diese Ergebnisse 2007 veröffentlicht wurden, rief die
ABA dazu auf, ein Hinrichtungsmoratorium zu verhängen, da in allen acht
Staaten Mängel nachgewiesen wurden, wie etwa Ungleichbehandlung aufgrund von
Rassezugehörigkeit, unzulängliche anwaltliche Vertretung sowie
Unregelmäßigkeiten bei der Bewilligung von Gnadengesuchen.
Nach gründlicher Prüfung von in drei Jahren eingegangenen Anträgen gab
Gouverneur Ted Strickland am Montag den Gesuchen von 78 Häftlingen statt. 68
der Begnadigten haben bereits eine Haftstrafe abgesessen. Die Urteile von
weiteren zehn Personen wurden umgewandelt, von denen neun jetzt aufgrund der
Entscheidung des Gouverneurs einen Antrag auf Bewährung oder vorzeitige
Entlassung stellen können. Die Umwandlung der Haftstrafe von Willie Knighten
Jr., 37, hatte zur Folge, dass er am Dienstag bereits auf freien Fuß gesetzt
werden konnte.
Knighten hatte über in über 100 Schreiben an die Behörden seine Unschuld
beteuert. Man hatte ihm zur Last gelegt, 1996 Irving Turner erschossen und
einen weiteren Mann verwundet zu haben. Zwölf der 18 Jahre hat er bereits
verbüßt. Schuldig gesprochen wurde er nicht von Geschworenen, sondern von
William Skow, dem Richter in erster Instanz. Wenige Monate vor seinem Tod im
Juni hatte Richter Skow einen außergewöhnlichen Brief an den
Berufungsausschuss von Ohio geschrieben, in dem er sein Urteil als nicht
richtig bezeichnete; Mr Knighten habe das Verbrechen vermutlich gar nicht
begangen.
Strickland, der früher als Gefängnispsychologe arbeitete, ein Demokrat und
Befürworter der Todesstrafe, hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2007 kaum
von seiner Entscheidungsfreiheit Gebrauch gemacht, Straftäter zu begnadigen
und ihre Hafturteile umzuwandeln. Allein in jenem Jahr hat er die
Gnadengesuche von drei Todestraktinsassen abgelehnt, zwei von ihnen wurden
inzwischen hingerichtet. Der dritte, Kenneth Biros, erhielt zunächst vom
Obersten Gerichtshof der USA einen Aufschub, hat jedoch im kommenden Monat
einen neuen Exekutionstermin.
Strickland sagte, er habe persönlich sämtliche 296 Anträge aus den Jahren
2005 bis 2007 überprüft. Nach seiner Schätzung haben er, sein juristischer
Berater Kent Markus und weitere Mitarbeiter 1000 Stunden in diese
Überprüfung investiert.
Als nächstes stehen für ihn 177 Fälle auf dem Programm, die der
Berufungsausschuss ihm 2008 zur Begnadigung empfohlen hat, und anschließend
die 226 Gesuche des laufenden Jahres.
Im Jahr 2009 wurden in Ohio bisher vier Todesurteile vollstreckt.
23.11.2009
Berlin will Beobachter zum 9/11-Prozess senden
Wie das Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel’ berichtet, plant die
Bundesregierung Prozessbeobachter New York zu senden. In New York werden
sich Chalid Scheich Mohammed und vier weitere mutmaßliche Verschwörer der
Anschläge vom 11. September 2001 wegen ihrer Taten vor Gericht verantworten
müssen.
Die Bundesregierung hatten den Vereinigten Staaten im Rahmen der Rechtshilfe
umfangreiche Ermittlungsergebnisse zur Verfügung gestellt. Mit der
Entsendung der Prozessbeobachter solle sichergestellt werden, dass ‚mögliche
Todesurteile nicht auf deutschen Beweismitteln beruhen’, berichtete ‚der
Spiegel’.
(Quelle: spiegel-online.de)
21.11.2009
PACE-Präsident begrüßt Entscheidung des Verfassungsgerichts von Russland zur
Todesstrafe
“Das ist eine gute Nachricht – und ein weiterer Schritt in die richtige
Richtung”, sagte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des
Europarates (PACE), Lluis Maria de Puig, auf die Bekanntgabe des
Verfassungsgerichts Russlands zum Thema Todesstrafe.
“Russland hatte allerdings bei seinem Beitritt zum Europarat vor 13 Jahren
zugesichert, die Todesstrafe per Gesetz abzuschaffen und das Protokoll Nr. 6
zur Europäischen Menschenrechtskonvention zu ratifizieren. Es ist der
einzige Mitgliedsstaat des Europarates, der dies noch nicht vollzogen hat.”
“Ich appelliere an das russische Parlament, auf die Entscheidung des
Gerichts zu reagieren und die Todesstrafe ein für alle mal aus dem Gesetz zu
streichen.”
(Quelle: Preseerklärung des Europarat)
19.11.2009
Texas: Robert Thompson, 34, trotz Gnadenempfehlung
unter Komplizenhaftung hingerichtet
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Robert Lee Thompson hat selbst niemanden umgebracht. Dennoch wurde
er wegen des Mordes an einem Angestellten eines
Lebensmittelgeschäfts zum Tode verurteilt. Dies geschah unter dem
Recht der Komplizenhaftung, das in einigen Staaten der USA gilt.
Unter der Komplizenhaftung können Menschen, die an einem Verbrechen
beteiligt sind, bei dem jemand zu Tode kommt, die Todesstrafe
erhalten, auch wenn sie nicht selbst den Tod des Opfers verursacht
haben.
1996 überfielen Robert Lee Thompson und Sammy Butler ein
Lebensmittelgeschäft. Hierbei erschoss Butler den Angestellten
Mansoor Rahim. Die Staatsanwaltschaft konnte Rahim während der
Verhandlung keinen Vorsatz nachweisen, daher erhielt er eine
lebenslängliche Freiheitsstrafe. In der Strafzumessungsphase von
Thompsons Verhandlung führte die Staatsanwaltschaft aus, dass
Thompson und Butler mindestens acht weitere Überfälle begangen
hatte, in denen einige Angestellte ums Leben gekommen waren.
Thompson erhielt die Todesstrafe.
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Thompsons Fall war einer der sehr seltenen Fälle, in denen der
texanische Gnadenausschuss vor der Hinrichtung eine Umwandlung des
Urteils in eine lebenslängliche Freiheitsstrafe empfahl. Dies ist
bisher erst drei mal geschehen. Doch Gouverneur Perry entschied
sich, der Empfehlung nicht zu folgen und ließ die Hinrichtung
Thompsons zu. Erst in einem Fall begnadigte Perry einen Gefangenen.
„Nach Durchsicht aller Fakten im Fall Robert Lee Thompson, der eine
blutdurstige Geschichte hat und an der Ermordung von (Rahim) Teil
hatte, habe ich mich entschieden den Schuldspruch der Geschworenen
wegen schweren Mordes und die Todesstrafe für dies schreckliche
Verbrechen aufrecht zu halten,“ sagte Perry in einer schriftlichen
Stellungnahme.
Thompson, der im Gefängnis zum Islam übergetreten war, begann seine
letzten Worte mit „Ich bin Zeuge, dass es keinen Gott, sondern Allah
gibt. Wir kommen von Allah und wir kehren zu Allah zurück.“ Er
dankte seiner Mutter und seinen Freunden für die Unterstützung. „Wir
alle müssen diesen Weg gehen,“ sagte er. „Lächelt, seid glücklich,
weint nicht.“
Thompson entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen des Opfers für
sein Verbrechen: „Ich wollte nie Eurer Familie Schmerz zufügen,“
sagte er in Richtung der leeren Kammer, die für die Opferangehörigen
reserviert ist.
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18.11.2009
Texas: Danielle Simpson, 30, hingerichtet
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Simpson hatte seine Berufungen aufgegeben, doch vor einigen Wochen
seine Meinung geändert und seinen Anwälten erlaubt zu versuchen,
sein Leben zu retten. Die Anwälte hatten Zweifel an seiner geistigen
Kompetenz, dies wurde von den Berufungsgerichten jedoch nicht
anerkannt.
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In seinen letzten Worten sagte Simpson, er liebe seine Familie und
werde sie vermissen. Danach sagte er: „Ich bin bereit, bereit.“. Als
die tödlichen Drogen anfingen zu fließen, schüttelte er den Kopf,
hob ihn ein wenig an , er keuchte ein paar Mal und sein Körper
zitterte für einige Sekunden bevor er das Bewusstsein verlor.
Danielle Simpson wurde um 18.32 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
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17.11.2009
Virginia: Hinrichtung auf dem Elektrischen Stuhl
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Der ehemalige Spionageabwehrangestellte der US Army Larry Bill
Elliot, 60, wurde am Dienstag Abend auf dem elektrischen Stuhl
hingerichtet.
Gefangene in Virginia können einige Wochen vor ihrer Hinrichtung
wählen, ob sie per Giftspritze oder elektrischen Stuhl hingerichtet
werden. Elliot entschied sich für den elektrischen Stuhl.
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In der Todeskammer sagte Elliot, er habe letzte Worte vorbereitet,
die seine Anwälte nach seiner Hinrichtung verlesen sollten. In
dieser schriftlichen Erklärung beteuerte Elliot seine Unschuld.
Larry Bill Elliot wurde um 21.08 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
Von den 35 Bundesstaaten mit Todesstrafe ist in sieben eine
Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl möglich, allerdings in zweien
dieser Staaten nur dann, wenn die Giftspritze als nicht
verfassungskonform erklärt werden sollte.
(Quelle: The Modesto Bee)
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17.11.2009
Texas: Hinrichtungsaufschub für Gerald Eldridge
Gerald Eldridge wurde wegen Mordes an seiner Freundin Cynthia Bogany, 28,
und deren 9-jähriger Tochter Chirrisa zum Tode verurteilt. Der 48-Jährige
sollte hierfür am 17. November per Giftinjektion hingerichtet werden.
Zwei Stunden vor dem geplanten Hinrichtungszeitpunkt erhielt Eldridge einen
90-tätigen Hinrichtungsaufschub von einem Bundesgericht. Seine Anwälte
hatten Klage eingereicht, Eldridge sei geisteskrank und könne daher nicht
hingerichtet werden. Nach amerikanischen Recht muss ein Gefangener in der
Lage sein zu verstehen, dass er hingerichtet wird und warum dies geschieht.
Eldridges Anwälte argumentierten, dies sei nicht der Fall und Eldridge habe
im bisherigen Berufungsverfahren keine angemessene psychiatrische
Untersuchung erhalten, die Gerichte seien der Ansicht der
Staatsanwaltschaft, Eldridge sei gesund genug, gefolgt. Nun hat das
Bundesgericht 7500 Dollar und einen 90-tätigen Hinrichtungsaufschub gewährt,
damit diese Untersuchung nachgeholt werden kann.
Der Rat des American Law Institute (ALI) entschied vor Kurzem, den Teil
ihres Modell-Strafrechts, der sich um die Todesstrafe dreht, zu entfernen.
Grund hierfür waren „momentan unlösbare und strukturbedingte Hindernisse zur
Sicherung eines angemessenen Systems der Anwendung der Todesstrafe, das
Minimalanforderungen entspricht“.
Der Rat gründete seine Entscheidung auf eine von ihm in Auftrag gegebene
Studie, die die Anwendung der Todesstrafe seit Empfehlungen im
Modell-Strafrecht gemacht wurden untersuchte. Diese Empfehlungen, wie man
die Todesstrafe weniger willkürlich gestalten könne, wurden 1962 angenommen
und in der Entscheidung des US-Supreme Court von 1976 zitiert. Damals ließ
der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten eine reformierte Anwendung
der Todesstrafe wieder zu.
Der aus dem Modell-Strafrecht entnommene § 210.6 definiert Straftaten, für
die die Todesstrafe angemessen ist, erschwerende und mildernde Umstände und
besondere Abläufe in der Verurteilung. Hiermit sollten erhebliche Bedenken
in der Ausübung der Todesstrafe ausgeräumt werden.
Hiermit zieht sich das ALI im Grunde von jedem Versuch zurück, ein
akzeptables Todesstrafensystem zu schaffen, da das System bewiesen hat, dass
dies nicht möglich ist.
Obwohl Formulierungen des ALI nicht bindend sind, wird ihnen
gewöhnlicherweise doch im Gerichtssystem der Vereinigten Staaten ein hoher
Stellenwert zugewiesen, da diese über Jahre hinweg mit extensivem Einsatz
von Juraprofessoren, praktizierenden Anwälten und Richtern gemacht wurden.
20.8.09
24 Stunden bevor er mit der Giftspritze ermordet werden sollte
ordnete der Texas Court of Criminal Appeals
einen Aufschub für David L. Wood an.
Es wurde eine Anhörung angeordnet, in deren Verlauf geklärt
werden soll ob Wood geistig retadiert ist.

Dieser Mensch soll am
20. August im Namen des amerikanischen Volkes in Texas ermordet werden.
Bitte beteiligt Euch an
der dringenden Petition:
http://www.thepetitionsite.com/3/stop-the-texas-execution-of-texas
19.8.09
Florida: John Marek, 47,
hingerichtet
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John Richard Marek saß seit 26 Jahren wegen Vergewaltigung, Folter
und Erdrosselung von Adela Marie Simmons im Todestrakt von Florida.
Am Mittwoch, 21.8.09 wurde er mit der Giftspritze hingerichet.
Am 16. Juni 1983 blieb das Auto von Adela Simmons und ihrer Freundin
Jean Trach auf dem Heimweg nach Miami liegen. Zwei Männer boten
ihnen an, eine der Frauen zu einer Mautstelle mitzunehmen, wo sie
telefonieren könne. Trotz Warnungen ihrer Freundin nahm Adela
Simmons das Angebot der Männer an. Am nächsten Tag wurde sie nackt
und tot aufgefunden.
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Ein Polizist beobachtete John Richard Marek und Raymond Wigley beim
Verlassen eines Stands der Rettungsschwimmer am Stand von Dania um
3.30 Uhr morgens. Vier Stunden später wurde die Leiche von Adela
Simmons in diesem Stand gefunden. Der Truck, den die Männer fuhren,
war gestohlen. Wigley wurde mit dem Truck gefasst, Marek später in
einem Geschäft. Schmuck, der Adela Simmons gehörte, wurde im Truck
gefunden.
Marek blieb 26 Jahre bei seiner Aussage, dass Wigley die Frau
ermordet habe. Obwohl andere Gefangene aussagten, dass Wigley ihnen
gesagt habe, er habe die Tat begangen, wurden Mareks Berufungen
abgelehnt. Wigley, der zu einer lebenslänglichen Haftstrafe
verurteilt wurde, wurde im Jahre 2000 im Gefängnis ermordet.
John Richard Marek wurde um 18.33 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
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11.8.2009
North Carolina: Neue Verordnung zu rassistischen
Einflüssen auf Todesurteile
RALEIGH - Die Generalversammlung von North Carolina stimmte dafür, als
zweiter US-Bundesstaat zuzulassen, dass Anwälte Statistiken heranziehen, um
damit die Einflüsse aufzeigen zu können, dass rassistische Vorurteile der
Staatsanwaltschaft bzw. der Geschworenen sich bei Verhängungen der
Todesstrafe ausgewirkt haben.
Der Senat stimmte am Mittwoch mit 25 zu 18 Stimmen für eine Maßnahme, die
die NAACP und andere Fürsprecher in diesem Bundesstaat für notwendig halten,
wo drei Schwarze aus dem Todestrakt auf freien Fuß gesetzt werden mussten.
Sofern Gouverneurin Beverly Perdue dieses Gesetz unterzeichnet, wären es die
Staaten North Carolina und Kentucky, die über ein derartiges Gesetz – den
Racial Justice Act – verfügen.
Staatsanwälte, Sheriffs und Anwälte von Opfern befürchten jedoch, diese
Maßnahme könnte Todesstrafenprozesse kompliziert oder gar unmöglich machen.
In North Carolina fanden in den letzten drei Jahren keine Hinrichtungen
statt.
(Quelle: AP)
10.8.2009
Hinrichtungen in Missouri
auf Eis
Im Moment ist am 8. Circuit Court eine Klage wegen der tödlichen Injektion
anhängig. Hierdurch sind alle geplanten Hinrichtungen in Missouri gestoppt.
Kenneth Baumruk, dessen Hinrichtung für letzten Freitag angesetzt war,
erhielt durch diese Regelung einen Hinrichtungsaufschub.
30.7.2009
Erstes öffentliches Büro zur Verteidigung von
Kapitalverbrechern in Texas angekündigt
Texas, das mehr Verurteilte hinrichtet als jeder andere Staat der
Vereinigten Staaten, wird im nächsten Jahr sein erstes Büro zur Verteidigung
von Kapitalverbrechen eröffnen. Dieses Büro soll Berufungen der
Todestraktinsassen in Texas übernehmen nachdem jahrelang Berufungen von
zugewiesenen privaten Pflichtverteidigern verpfuscht wurden.
Senator Rodney Ellis, der das Gesetz zu diesem Büro einbrachte, sagte, der
Status Quo sei eine internationale Peinlichkeit gewesen. Das Gesetz wurde
von einem ungewöhnlichen Bündnis der texanischen Anwaltskammer, dem
Berufungsgericht und den Pflichtverteidigern unterstützt.
23.7..2009
Hinrichtungsaufschub für Roderick Newton, TX
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Roderick Newston, dessen Hinrichtung für den 23. Juli angesetzt
war, erhielt am Mittwoch einen Hinrichtungsaufschub vom
texanischen Berufungsgericht (Texas Court of Criminal Appeals).
Das Berufungsgericht wies ein untergeordnetes Gericht an
herauszufinden, ob Newton ein neues Verfahren zusteht und, ob er
geistig behindert ist.
Newton war schuldig befunden worden, in Jahr 1999 den
20-jährigen Jesus Montoya während eines Überfalls in Pleasant
Grove entführt und ermordet zu haben.
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Die Anwälte Newtons hatten geklagt, dass Newton kein faires
Verfahren erhalten habe, da die Polizei Beweise, die die
Glaubwürdigkeit des Mitangeklagten in Frage stellen würde, der
Verteidigung vorenthalten hätte. Julian Williams, der
Mitangeklagte, hatte in seiner ersten Aussage gesagt, er wisse
nichts über das Verbrechen. Später machte Williams zwei völlig
andere Aussagen und sagte, Newton habe Jesus Montoya erschossen
als dieser um sein Leben bat. William bekannte sich nach seiner
Aussage schuldig und wurde zu einer 10-jährigen Haftstrafe
verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft unterstütze den Antrag der Verteidigung
auf ein neues Verfahren und stimmte zu, dass die Polizei von
Mesquite eine schriftliche Aussage Williams unterschlagen habe.
Dennoch sagte Bezirksstaatsanwalt Craig Watkins, er glaube, dass
Newton schuldig sei und würde ihn auch in einem neuen Verfahren
wieder anklagen. Man müsse jedoch die Verantwortung übernehmen,
Dinge auch beim Namen zu nennen.
Die Anwälte Newtons hatten außerdem geklagt, dass Newton wegen
einer geistigen Behinderung nicht hinrichtungsfähig sei. Diesem
stimmte die Staatsanwaltschaft nicht zu, doch das Gericht
ordnete auch hier eine Untersuchung an.
Im Jahr 2002 entschied der US Supreme Court, dass geistig
behinderte Menschen nicht hingerichtet werden dürfen, sie jedoch
können wegen Kapitalverbrechen angeklagt und zu lebenslänglicher
Haft verurteilt werden, wenn sie die Anklage gegen sich
verstehen und an ihrer Verteidigung mitarbeiten können. Es wurde
aber keine Grenze festgelegt, ab welchem IQ ein Mensch so zu
behandeln ist, in mehreren Fällen wurde jedoch Angeklagten mit
einem IQ unter 70 die Todesstrafe erspart.
Gerichtsunterlagen zufolge liegt Newtons IQ bei 61.
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21.7..2009
Ohio: Marvallous Keene, 36, hingerichtet
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Marvallous Keene wurde schuldig gesprochen, die Bande, die für
die sogenannten „Weihnachtsmorde“ des Jahres 1992 verantwortlich
war, angeführt und fünf der insgesamt sechs Opfer selbst
ermordet zu haben.
Sieben Angehörige von Keenes Opfern wohnten seiner Hinrichtung
am Morgen des 21. Juli in der Haftanstalt von Lucasville bei.
Auf die Frage, ob er noch etwas sagen wolle, antwortete er:
„Kein Kommentar, ich habe nichts zu sagen.“
Marvallous Keene wurde um 10.36 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Er
war der 1000. Mensch, der in den USA mit der Giftspritze
umgebracht wurde.
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14.7..2009
Ohio: John Fautenberry, 45, hingerichtet
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John Fautenberry wurde wegen Mordes an Joseph Daron jr., der ihn
als Anhalter am 17. Februar 1991 mitgenommen hatte, zum Tode
verurteilt und am Dienstag in Ohio hingerichtet.
Fautenberry gestand außerdem die Morde an vier weiteren
Menschen, die er in drei anderen Staaten (Alaska, Oregon und New
Jersey) während fünf Monaten 1990 bis 1991 verübt hatte.
John Fautenberry wurde um 10.37 Uhr Ortszeit für tot erklärt. Er
verzichtete auf letzte Worte.
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14.7.2009
Presseerklärung des Death Penalty
Information Center vom 13.7.09
Illinois und Florida: Erneut zwei Häftlinge aus dem Todestrakt freigelassen
Allein im Jahr 2009 kamen fünf Todestraktinsassen
frei
WASHINGTON, DC – Gegen Ronald Kitchen wurden sämtliche Anklagepunkte fallen
gelassen und man setzte ihn auf freien Fuß, nachdem er fast 13 Jahre im
Todestrakt verbracht hat für Morde, die die Staatsanwaltschaft ihm nach
eigenen nun gemachten Angaben nicht nachweisen kann. Nur wenige Tage später
kam Herman Lindsey aus der Todeszelle in Florida frei, nachdem der Oberste
Gerichtshof dieses Bundesstaates einstimmig entschied, dass es in seinem
Fall an hinreichenden Schuldbeweisen fehle. Im laufenden Jahr wurden bereits
fünf Menschen entlastet und aus dem Todestrakt freigelassen, was die
Gesamtzahl der seit 1973 aus dem Todestrakt Freigekommenen auf 135 erhöht.
51 dieser Entlastungen erfolgten seit Anfang 2000.
Am 7. Juli 2009 wurde Ronald Kitchen aus der Haft entlassen, nachdem die
Staatsanwaltschaft alle Anklagepunkte gegen ihn und seinen Mitangeklagten
fallen gelassen hatte, da es nicht genügend Beweise gebe, sie erneut für
fünf Morde im Jahr 1988 anzuklagen. "Es ist mir immer noch nicht richtig
bewusst geworden", sagte Kitchen, als er das Gerichtsgebäude verließ,
nachdem er mehr als zwei Jahrzehnte wegen der Morde hinter Gittern
zugebracht hatte. "Es kommt mir ganz unwirklich vor."
Das Büro des Justizministers von Illinois ließ DNA-Tests durchführen, die
zur Zeit der Tat so noch nicht zur Verfügung gestanden hatten, und die
Ergebnisse belasteten weder Kitchen noch seinen Mitangeklagten Martin
Reeves. Der Fall Kitchen wurde zusammen mit etwa 20 weiteren Fällen von
Richter Paul Biebel dem Büro des Justizministers zur Prüfung übergeben,
nachdem Foltervorwürfe bekannt wurden. Als die Gerichtsunterlagen und die
Beweismittel neu überprüft wurden, kam das Büro zu dem Schluss, dass die
Beweislage zu dürftig sei. Cara Smith, Stabschefin der Justizministerin von
Illinois Lisa Madigan, sagte: "Wir haben eine sehr gründliche und
unabhängige Untersuchung durchgeführt ... und entschieden, dass wir der
Beweispflicht nicht nachkommen können."
Der Fall Kitchen bedeutet eine neuerliche Entlastung im Zusammenhang mit dem
ehemaligen in Ungnade gefallenen Chicagoer Polizeichef Jon Burge. Kitchen
hatte angegeben, unter Burge tätige Ermittler hätten ihn unter Folter dazu
gezwungen, die Morde zu gestehen, sie hätten ihn unter anderem mit einem
Telefon auf den Kopf geschlagen, Faustschläge ins Gesicht verpasst, in die
Leiste geschlagen und ihn getreten. Erst Jahre nach Kitchens Verurteilung
wurde Polizeichef Burge gefeuert, nachdem der Überprüfungsausschuss für die
Polizeibehörde feststellte, Burge habe Folter angewandt. Derzeit wartet
Burge auf den Beginn seines Prozesses wegen Behinderung der Justiz sowie
wissentlicher Falschaussage im Zusammenhang mit einer Zivilklage
hinsichtlich der gegen ihn vorgebrachten Foltervorwürfe.
Kitchen ist die 134. Person, die seit 1973 aus dem Todestrakt als unschuldig
entlassen wurde, und in Illinois die 20. Person. "Die fünf Entlasteten aus
diesem Jahr demonstrieren, dass Unschuldige in diesem Land immer noch Gefahr
laufen, hingerichtet zu werden", sagte Richard Dieter, geschäftsführender
Direktor des Death Penalty Information Center. "Die Risiken, die die
Todesstrafe mit sich bringt, sind einfach zu groß, als dass man dieses
Verfahren weiter zulassen dürfte. Eine derartig hohe Fehlerquote würde in
keinem anderen Bereich der Gesellschaft geduldet, wo es um Menschenleben
geht."
Im zweiten Fall entschied der Oberste Gerichtshof von Florida am 9. Juli
2009 einstimmig, Herman Lindsey sei freizusprechen und aus dem Todestrakt
auf freien Fuß zu setzen, mit der Begründung, es lägen nicht genügend
Beweise vor, ihn schuldig zu sprechen. Lindsey wurde 2006 schuldig
gesprochen, zwölf Jahre vorher einen Mord begangen zu haben. Dem Gericht
zufolge habe "der Bundesstaat keine Beweise vorlegen können, die Lindsey zur
Tatzeit mit dem Tatort in Verbindung brächten", damit könne man die
einbrachten Beweise "genausogut mit einer begründeten Unschuldsvermutung in
Einklang bringen".
Laut der DPIC-Liste der Unschuldigenfälle ist Lindsey der 135., der seit
Wiedereinführung der Todesstrafe aus dem Todestrakt als unschuldig freikam,
und im Jahr 2009 bereits der fünfte. In Florida ist er der 23. Unschuldige;
dieser Bundesstaat hat in den USA bislang die meisten Entlastungen dieser
Art vorzuweisen.
In die DPIC-Liste werden ehemalige Todestraktinsassen aufgenommen, die von
allen Anklagepunkten freigesprochen wurden, welche zu ihrem Todesurteil
geführt hatten, deren Anklage von der Staatsanwaltschaft fallengelassen
wurde oder die aufgrund ihrer Unschuld vollständig begnadigt wurden.
CONTACT: Corinne Farrell
Communications Director
001 (202) 289-2275, cfarrell@deathpenaltyinfo.org
13.7.2009
Hinrichtungsaufschub für Paul Powell, VA
Der US Supreme Court gewährte am Montag Paul Warner Powell einen
Hinrichtungsaufschub. Die Hinrichtung von Powell war ursprünglich für den
Dienstag Abend angesetzt.
Powell, der sich für die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl entschieden
hatte, wurde im Jahr 2000 für schuldig befunden, die 16-jährige Stacie Reed
erstochen zu haben, sich danach im Haus versteckt und die jüngere Schwester
des Opfers zu vergewaltigen und töten versucht zu haben. Kristie Reed, die
in den Bauch gestochen und deren Kehle durchschnitten war, überlebte und
identifizierte Powell als den Angreifer.
Der Oberste Gerichtshof hob Powells ersten Schuldspruch auf, doch danach
schrieb Powell einen prahlerischen Brief an die Staatanwaltschaft, in dem er
weitere Details des Verbrechens beschrieb. Da er die versuchte
Vergewaltigung an Stacie Reed zugab, wurde Powell ein zweites Mal vor
Gericht gestellt und erhielt die Todesstrafe.
Der nun gewährte Hinrichtungsaufschub soll den Richtern Zeit geben zu
entscheiden, ob die Klage Powells, dass das zweite Gerichtsverfahren sein
verfassungsmäßiges Recht gegen Doppelbestrafung verletzt habe, angehört
werden soll. Sollte das Gericht entscheiden, die Klage nicht zuzulassen,
würde Virginia einen neuen Hinrichtungstermin festsetzen. Das Gericht wird
sich Ende September wieder zusammensetzen.
Auch einem zweiten Gefangenen wurde ein Hinrichtungsaufschub gewährt: wie
der Anwalt von Kenneth Mosley, TX, mitteilte, erhielt auch er einen
Hinrichtungsaufschub. Wahrscheinlich wird hier ein neuer Hinrichtungstermin
für frühestens Ende August festgesetzt. Das Gericht wartet auf eine
Entscheidung des US Supreme Court in einem anderen Fall.
09.7..2009
Oberster Gerichtshof von Florida ordnet
Freilassung von Todestraktinsassen an
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Im Jahr 2006 wurde Herman Lindsey, 36, wegen Mordes an Joanne
Mazollo vom Pfandleihhaus Big Dollar verurteilt.
Am Donnerstag ordnete der Oberste Gerichtshof von Florida einstimmig
an, diesen Häftling aus dem Todestrakt auf freien Fuß zu setzen, da
die Beweise nicht ausreichten, ihn des Mordes an einer Mitarbeiterin
eines Pfandleihhauses in Fort Lauderdale schuldig zu sprechen.
Drei der Obersten Richter gingen sogar noch einen Schritt weiter als
ihre Kollegen; sie gaben eine Stellungnahme ab, worin sie die
Auffassung vertreten, das Gericht in Broward County habe "einen
Fehler gemacht", da es einem
|
|
Staatsanwalt nicht Einhalt gebot, als er die Geschworenen
aufzupeitschen versuchte, als diese darüber zu befinden hatten, ob
sie für Herman Lindsey die Todesstrafe fordern sollten.
2006 wurde Lindsey für den Mord an Joanne Mazollo vom Pfandleihhaus
Big Dollar zum Tode verurteilt. Erst zwölf Jahre nach der Tat löste
ein Polizeibeamter aus Fort Lauderdale den bis dahin ungeklärten
Fall.
Während des Gerichtsverfahrens brachte die Staatsanwaltschaft
zahllose Beweise ein, die nahelegten, Lindsey und ein weiterer Mann
namens Ronnie LoRay hätten die Tat begangen. LoRay bekannte sich
später schuldig. Eine vernichtende Aussage gegen Lindsey, der über
ein langes Vorstrafenregister verfügte, kam von einem ehemaligen
Häftling aus dem Gefängnis von Broward County. Er gab an, Lindsey
habe zugegeben, eine Zeugin eines Überfalls getötet zu haben.
"Wir sind uns zwar einig, dass die vorliegenden Beweise in der Tat
verdächtig erscheinen, doch selbst ein großer Zweifel, der
Berufungskläger habe das ihm zur Last gelegte Verbrechen begangen,
reicht nicht aus, den Schuldspruch aufrecht zu erhalten", entschied
das Gericht.
Nach dem Schuldspruch versuchte Lindsey, die Geschworenen dazu zu
bringen, ihn vor der Todesstrafe zu verschonen. Der in der
Gerichtsentscheidung nicht namentlich aufgeführte Staatsanwalt hätte
Lindsey in der Phase der Strafbemessung über seine Kindheit befragen
sollen.
Doch statt dessen befragte er Lindsey zu Einzelheiten der Tat.
"Weshalb haben Sie ihr eine Pistole an den Kopf gehalten und
abgedrückt?" fragte der Staatsanwalt. "Das habe ich nicht",
antwortete Lindsey.
Lindseys Verteidiger legte Einspruch ein, dem jedoch nicht
stattgegeben wurde. Der Staatsanwalt fuhr fort und fragte Lindsey
weiter: "...dann haben die Geschworenen also Unrecht?"
"Ich denke, die Geschworenen irren sich", sagte Lindsey.
All dies hätte nicht stattfinden dürfen, schrieb Peggy A. Quince,
Richterin am Obersten Gerichtshof.
"Das erstinstanzliche Gericht hat seinen Ermessensspielraum
missbraucht", schrieb Quince. "Das kann nicht als unerheblicher
Fehler bezeichnet werden. Die Kommentare der Staatsanwaltschaft
waren nicht nur unvorschriftsmäßig, sondern sie wirkten sich auch
schädlich aus, sie hatten offenbar zum Ziel, die Geschworenen
aufzupeitschen."
Weder die Staatsanwaltschaft, noch die Verteidigung, noch Richterin
Eileen M. O'Connor vom Gericht in Broward waren für Kommentare
erreichbar.
(Quelle: Marc Caputo, Miami Herald)
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09.7..2009
Oklahoma: Michael DeLozier, 32, hingerichtet
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Michael P. DeLozier wurde am Donnerstag im Oklahoma State
Penitentiary, McAlester, hingerichtet. Er wurde wegen zweifachen
Mordes zum Tode verurteilt.
Gerichtsunterlagen zufolge hatten 1995 DeLozier und zwei Mittäter
dem 60-jährigen Orville Lewis Bullard und dem 54-jährigen Paul
Steven Morgen auf deren Campingplatz aufgelauert, sie erschossen und
ihren Truck und Campingsachen gestohlen. Die Staatsanwaltschaft
sagte, DeLozier hätte das Camp danach angezündet und die Leichen bis
zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Michael P. DeLozier wurde um 18.10 Uhr Ortszeit für tot erklärt.
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7.7.2009
Illinois: Zwei Männer nach Jahrzehnten unschuldig
aus der Haft entlassen
Vor 18 Jahren wurde Marlin Reeves für einen 5-fachen Mord zu viermal
Lebenslänglich, Ronald Kitchen zum Tode verurteilt. Am Dienstag wurden beide
Männer aus der Haft entlassen, nachdem ihnen ein neues Verfahren gewährt
wurde, die Staatsanwaltschaft jedoch entschied, die Klage fallenzulassen, da
nicht genügend Beweise für einen Schuldspruch vorliegen und danach gemeinsam
mit der Verteidigung um Aufhebung des Urteils bat.
Die Verurteilung der beiden Männer erfolgte hauptsächlich aufgrund eines
Geständnisses von Ronald Kitchen vor der Polizei, dass er im Jahr 1988
Deborah Sepulveda, 26, und Rose Marie Rodriguez, 30, sowie die drei im Haus
befindlichen Kinder wegen einer Drogenschuld ermordet habe. Ronald Kitchen
belastete in seinem Geständnis auch Marlin Reeves. Doch schon im
Gerichtsverfahren sagte Kitchen, dass er von der Polizei zu dem Geständnis
gezwungen wurde und während des Verhöres geschlagen. Auch sein ehemaliger
Anwalt hatte gesehen, wie Kitchen von Polizisten geschlagen wurde, konnte
jedoch nicht als Zeuge aussagen, da er Kitchen vertrat.
Ein Zeuge der Staatsanwaltschaft, Willie Williams, ein Gefängnisspitzel,
sagte aus, dass Kitchen ihm in zwei Telefonaten die Morde gestanden habe,
auch Reeves hätte ihm gegenüber Bemerkungen gemacht, die ihn mit der Tat in
Verbindung brächten. Doch Telefonaufzeichnungen zeigten, dass es an den
angegebenen Tagen keine Gespräche zwischen Williams und Kitchen gegeben
hatte. Und die Staatsanwaltschaft sagte der Verteidigung nicht, dass
Williams im Gegenzug für seine Aussage früher aus der Haft entlassen wurde.
Anwalt Michael Gill, der Reeves vertrat und Thomas Geraghty, Kitchens Anwalt
beschwerten sich, dass es zwei Jahrzehnte gedauert hatte, bis ihre Klienten
freikamen. Geraghty sagte, dass viele Leute, die die Beweislage im Fall
angeschaut hätte, unabhängig von ihnen gesagte hätten, dass sie überrascht
seien, dass es in diesem Fall überhaupt zu einem Schuldspruch gekommen war.
Marlin Reeves und Ronald Kitchen wurden bereits im August 1988 festgenommen
und haben daher fast 21 Jahre unschuldig im Gefängnis verbracht. Von diesen
fast 21 Jahren verbrachte Kitchen 13 Jahre im Todestrakt.
Das
Chicago Public Radio berichtete, dass Kitchen und Reves das Gericht
bitten werden, ihnen ihre Unschuld in einem Zertifikat zu bestätigen. Eine
Sprecherin des Justizministeriums von Illinois sagte, dass sie diese Bitte
wahrscheinlich unterstützen werden. Nur mit einem solchen „Declaration of
actual innocence” haben die Männer in Illinois ein Anrecht auf ca. 200.000
US$ an Kompensationszahlungen vom Staat.
Das Death Penalty Information Center prüft bereits, ob Ronald Kitchen die
strengen Kriterien erfüllt, um als „exoneree“ (unschuldig aus dem Todestrakt
Entlassener) zu gelten. Sollte dies der Fall sein, dann steigt die Zahl der
in den USA seit Wiedereinführung der Todesstrafe unschuldig Entlassenen auf
134.
Ein Video (engl.), in dem Ronald Kitchen und seine Anwälte über den Fall
sprechen, finden sie
hier.
Die 200. Hinrichtung in Texas
Am 2. Juni soll unter Gouverneur Rick Perry der 200.
staatlich legitimierte Mord stattfinden.
Neben Japan ist die USA die einzige Demokratie , die
nach wie vor an der Todesstrafe festhält. Diese
gegen
jede ethische Grundnorm verstoßende staatliche
Anmaßung, über Leben und Tod zu entscheiden,
verdient
international Ächtung und Protest!
Bitte nutzt die Chance, Eure Stimme laut werden zu
lassen, und beteiligt Euch an dem weltweiten Protest
anlässlich dieses traurigen Rekords...
Ruft am Tag der Hinrichtung
Gouverneur Perry an:
512-462-1782
Schreibt Faxe:
( 512)463-1849
Unterschreibt die Petition:
http://www.protest200executions.com/petition.php
Ich möchte mich im Voraus bei allen bedanken, die
diese
Aktion unterstützen und eindeutig Stellung beziehen!
Montag, 5.5.09
Zwei jugendliche
Straftäter im Iran in Gefahr, am Mittwoch hingerichtet zu werden!
Nach Aussage des
Anwaltes Mohammad Mostafaei haben die jugendlichen Straftäter Amir Khaleghi
und Safar Angooti einen Hinrichtungstermin für diesen Mittwoch bekommen.
Der heute 18-jährige
Amir Khaleghi wurde vor zwei Jahren für schuldig befunden, Ali Malekpour
ermordet zu haben. Amir war betrunken und geriet in einen Streit, hierbei
wurde Ali mit dem Messer in die Brust gestochen. Als Amir wieder nüchtern
war, erinnerte er sich an die Ereignisse, bereute sie und stellte sich der
Polizei. Das Gericht sprach ihn des Mordes schuldig und verurteilte ihn zum
Tode.
Safar Angooti wurde
mit 17 Jahres des Mordes an einem Rivalen für schuldig befunden und zum Tode
verurteilt.
Da die Zeit drängt
schreibt bitte Faxe, e-mails oder ruft an!
Ayatollah Mahmoud
Hashemi Shahroudi
Head of the
Judiciary
Email:
info@dadiran.ir (In Betreffzeile bitte schreiben: FAO Ayatollah
Shahroudi)
Anrede: Your
Excellency
Alireza Jamshidi
Judiciary
spokesperson
Email:
info@a-jamshidi.ir
Anrede: Dear Sir
Ali Reza SHEIKH
ATTAR
Botschafter der
Islamischen Republik im Iran
e-mail:iran.botschaft@t-online.de
Tel. 030/84353399 &
030/ 843530
Fax 030/84353535
Es ist immer am
Besten, wenn möglichst viele selbst formulierte Schreiben eingehen, Du
kannst jedoch auch gerne diesen Musterbrief verwenden:
Dear (Anrede),
It got to my
knowledge that the jouvenile offenders Amir Khaleghi and Safar Angooti are
in imminent danger to get executed on Wednesday May 6th.
I want to remind you that Iran is a state party to the International
Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR) and the Convention on the
Rights of the Child (CRC), which prohibit the use of the death penalty
against people convicted of crimes committed when they were under 18.
Therefore I urge the
Republic of Iran to stop these executions and commute the sentences of these
offenders who were 16 and 17 years old at the time of their alledged crime!
Yours sincerely,
(Unterschrift)
Im Mai 2009
Journey of Hope
Nicht in unserem Namen!
**Mordopferangehörige**
**Unschuldig aus dem Todestrakt Entlassene**
**Angehörige von Menschen im Todestrakt**
sprechen über ihre Erfahrungen mit der Todesstrafe
Terry Steinberg, Bill Pelkes, Ray Krone
Danke an diese 3 Redner, die
Wissen, Photos, und Angelesenem ein greifbares, menschliches und zutiefst
berührendes Antlitz verliehen!!!
Nach viel
theoretischer Auseinandersetzung mit dem Thema Todesstrafe,dem Schreiben
vieler Petitionen und der
nunmehr langjährigen Brieffreundschaft mit einem in Texas einsitzenden sehr
außergewöhnlichen Menschen (den ich leider noch nie besuchen konnte...)war dieser Abend in Wiesbaden mein erster
direkter Kontakt mit Menschen, die unmittelbar von diesem Grauen betroffen
sind oder waren. Ich war zutiefst berührt- und weiß jetzt noch mehr, dass
meine Haltung richtig und mein Bemühen im klitzekleinen Rahmen etwas zu
bewegen sinnvoll ist. "You can make a different"- würde Bill wohl
sagen...
Ich bin froh, dass
ich diesen 3 Menschen begegnen durfte- und kann diese Veranstaltung
nur jedem wärmsten ans Herz legen....
Dienstag, 5.5.2009,
20 Uhr
FREIBURG
- öffentliche Veranstaltung -
Hörsaal 1010 Kollegiengebäude I der Universität Freiburg
Veranstalter:
Amnesty International, Bezirk Südbaden
Mittwoch, 6.5.2009, 20 Uhr
AUGSBURG
- öffentliche Veranstaltung -
Gaststätte Werachau, Schöpplerstr. 24
Veranstalter:
Amnesty International, Gruppe Augsburg (1629)
Donnerstag, 7.5.2009, 18.30 Uhr
MÜNCHEN
- öffentliche Veranstaltung -
Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1
(U-Bahn-Haltestelle: Universität)
Veranstalter:
ELSA München e.V.
Die Veranstaltung wird bei Bedarf gedolmetscht.
Freitag, 8.5.2009, 19 Uhr
RAVENSBURG
- öffentliche Veranstaltung -
Café des Hl.- Geist - Spitals, Ravensburg
Veranstalter: Amnesty International, Gruppe Ravensburg-Weingarten (1448)
Die Veranstaltung wird gedolmetscht.
Sonntag, 10.5.2009, 20 Uhr
KONSTANZ
- öffentliche Veranstaltung -
Ev. Petrusgemeinde, Bushaltestelle Friedhof
Veranstalter:
Amnesty International, Gruppe Konstanz (1243)
Die Veranstaltung wird gedolmetscht.
Montag, 11.5.2009, 19.30 Uhr
BAD MERGENTHEIM
- öffentliche Veranstaltung -
Ev. Gemeindezentrum, Härterichstr. 18
Veranstalter:
Initiative gegen die Todesstrafe e.V. und
Mädchenrealschule St. Bernhard
Die Veranstaltung wird gedolmetscht.
Dienstag, 12.5.2009, 14 Uhr
ADELSHEIM
- geschlossene Veranstaltung -
Eckenberg Gymnasium
Sponsor: DONNÉ - Hydraulik GmbH, Boxberg
Dienstag, 12.5.2009, 19.30Uhr
GELNHAUSEN
- öffentliche Veranstaltung -
Romantisches Haus
Veranstalter:
Amnesty International, Gruppe Gelnhausen (1408) und
Initiative gegen die Todesstrafe e.V.
Mittwoch, 13.5.2009, abends
HAUNETAL
- öffentliche Veranstaltung -
Hermann Lietz-Schule Schloss Hohenwehrda, 36166 Haunetal
Veranstalter:
Hermann Lietz-Schule Schloss Hohenwehrda
Donnerstag, 14.5.2009, 19 Uhr
MAGDEBURG
- öffentliche Veranstaltung -
Gebäude 40B (Zschokkestraße) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,
Raum 337
Veranstalter:
Amnesty International, Gruppe Magdeburg (1064)
Die Veranstaltung wird gedolmetscht.
Freitag, 15.5.2009, 15.30 Uhr
POTSDAM
- öffentliche Veranstaltung -
Campus Griebnitzsee (SBhf Griebnitzsee), Haus 6, Hörsaal 03 der Universität
Potsdam
Veranstalter:
ELSA-Potsdam e.V.
Die Veranstaltung läuft komplett auf Englisch.
10. Dezember 2008: 60 Jahre Menschenrechte
„Das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“
Presserklärung der Initiative gegen die Todesstrafe
e.V.
zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.
Dezember 2008
Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2008
fordert die Initiative gegen die Todesstrafe e.V. die weltweite Abschaffung
der Todesstrafe!
Am 10. Dezember 1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten
Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, als das von „allen
Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal“.
In der Präambel finden sich die Worte „da die Nichtanerkennung und
Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das
Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen…“
Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass im Jahr 1948, dem Jahr der
Verkündung der Erklärung der Menschenrechte, gerade mal 8 Staaten auf die
Todesstrafe verzichteten. 1978 waren es immerhin schon 19. Derzeit wenden
122 Staaten die Todesstrafe nicht mehr an, 74 halten an ihr fest.
Im Jahr 2007 wurden mindestens 1591 Hinrichtungen in 25 Ländern weltweit
dokumentiert.
91 Prozent davon fanden in sechs Ländern statt: China, Iran, Irak, Pakistan,
Sudan und den USA. Mehr als 20.000 Menschen warten derzeit in Todeszellen
weltweit auf ihre Hinrichtung.
Ist der statistische Rückgang der Todesstrafe nun Grund zu weniger oder mehr
Empörung des menschlichen Gewissens?
Sicher ist: die Tatsache, dass 60 Jahre nach Verkündung der Charta der
Menschenrechte, in deren Artikel 3 an erster Stelle das „Recht auf Leben“ zu
finden ist, immer noch 74 Staaten die Todesstrafe praktizieren, 20.000
Menschen unter größtenteils menschenunwürdigen Bedingungen auf die
Vollstreckung dieser barbarischen Strafe warten, ist Grund genug „das
Gewissen der Menschheit mit Empörung“ zu erfüllen!
Insbesondere gilt dies für einen demokratischen „Rechtsstaat“ wie die USA,
deren internationale Glaubwürdigkeit durch das Festhalten an dieser
anachronistischen und barbarischen Strafe massiv untergraben wird.
Laut Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat Jeder
„Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte, ohne irgendeinen
Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe …..oder sonstigem Stand“.
In der Realität ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Afroamerikaner zum Tode
verurteilt wird etwa vier Mal höher als bei einem weißen Angeklagten.
Trotz aller historischen Erfolge im Kampf gegen die Todesstrafe, dürfen wir
nicht aufhören, unserer Empörung über diese barbarische und ultimative
Verletzung der Menschenrechte, nämlich des fundamentalen Rechts auf Leben,
Ausdruck zu verleihen!
Auf dass das „von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame
Ideal“ nicht nur ein frommer Wunsch bleiben möge!
Susanne Cardona
Vorsitzende
Initiative gegen die Todesstrafe e.V.
http://www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de/
10.1.08
Hier findet Ihr eine Petition, die verlangt, dass die
Richterin, deren Büro pünktlich um 17.00 Uhr schloss, zur Rechenschaft gezogen
wird.
(Siehe Nachricht vom 6.10.07)
Zur Petition
30.11.07
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Symbolisches
Leuchten gegen Todesstrafe in Nürnberg |
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An der am 30. November 2007
auf Initiative der Gemeinschaft „Sant’Egidio“ zum sechsten Mal
stattfindenden Aktion „Städte für das Leben – Städte gegen die
Todesstrafe“ beteiligt sich auch die Stadt Nürnberg wieder: Ab etwa
16.45 Uhr wird in der Straße der Menschenrechte die Säule Nummer
drei mit der Aufschrift „Recht auf Leben“ grün beleuchtet. Weltweit
beteiligen sich rund 700 Städte, darunter mehr als 30 Hauptstädte,
an dem symbolischen Akt, bei dem charakteristische Einrichtungen
farbig angestrahlt werden.
Bei der weltweiten Aktion
werden beispielsweise in Rom das Kolosseum und in Brüssel das
Atomium farbig angeleuchtet. Mit dieser Geste, die von einer Reihe
von öffentlichen Veranstaltungen begleitet wird, wollen die
Organisatoren ihren Protest gegen die Unmenschlichkeit der
Todesstrafe zum Ausdruck bringen. Auch die Stadt Nürnberg setzt ein
sichtbares Zeichen gegen die Todesstrafe, indem wie im vergangenen
Jahr eine Säule in der Straße der Menschenrechte beleuchtet wird.
Der Strom wird vom Germanischen Nationalmuseum gesponsert. Neben der
Frankenmetropole sind mehr als 50 Städte dabei, darunter München,
Berlin, Frankfurt und Aachen.
Die Gemeinschaft „Sant’Egidio“
ist eine christliche Laienbewegung mit 50 000 Mitgliedern in 70
Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt.
Sie hat unter Beteiligung zahlreicher Organisationen die Aktion
„Städte für das Leben“ gegründet. Der 30. November wurde für den
Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das
Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und
Todesstrafe für abgeschafft erklärte. 1998 initiierte die
Gemeinschaft „Sant’Egidio“ eine internationale
Unterschriftenkampagne für ein Moratorium der Todesstrafe. Bis heute
wurden dabei über fünf Millionen Unterschriften gesammelt.
Besonders in den vergangenen
Monaten hat sich einiges in Sachen Abschaffung der Todesstrafe
getan. So haben Ruanda, Kirgisien und Gabun die Todesstrafe
abgeschafft. In Usbekistan wurde ein entsprechendes Gesetz erlassen,
das ab 1. Januar 2008 in Kraft tritt; in Burundi wird zur Zeit ein
solches Gesetz vorbereitet. Von Bedeutung ist eine neue Entwicklung
in China: Vor einigen Monaten verabschiedete das Parlament ein
Gesetz, das die Hinrichtungen einer besseren Kontrolle unterstellt,
indem nun der Oberste Gerichtshof jedes Todesurteil bestätigen muss.
In den USA wurde in verschiedenen Bundesstaaten ein Moratorium
verhängt, weil sich die Gerichte mit Klagen gegen die Todesspritze
beschäftigen, in denen vorgebracht wird, dass sie als grausame
Strafe nicht der Verfassung entsprechen würde. Als großer Erfolg im
Einsatz gegen die Todesstrafe gilt vor allem, dass sich am 15.
November 2007 der Menschenrechtsausschuss der UNO-Vollversammlung
mit klarer Mehrheit für einen weltweiten Stopp aller Hinrichtungen
ausgesprochen hat (99 Staaten stimmten dafür, 52 dagegen, 33
Enthaltungen). Nun wird die Resolution in die UNO-Vollversammlung
eingebracht, in der wahrscheinlich Anfang Dezember abgestimmt wird.
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17.11.07
UN-Menschenrechtsausschuss für Abschaffung der Todesstrafe
New York
- Der Menschenrechtsausschuss der
UN-Vollversammlung hat sich mit klarer Mehrheit für
die weltweite Abschaffung der Todesstrafe
ausgesprochen. Nach zweitägiger teilweise hitziger
Debatte wurde ein Resolutionsentwurf in New York mit
99 zu 52 Stimmen angenommen. 33 Staaten enthielten
sich. In der Debatte ergab sich die seltene
Konstellation, dass sich die USA mit dem Iran und
Syrien in einem Lager wiederfanden. Der US-Vertreter
in dem Gremium, Robert Hagan, sagte, die Gegner der
Todesstrafe hätten einen sehr grundsätzlichen
Standpunkt, das Völkerrecht kenne aber kein Verbot
der Todesstrafe. Die US-Delegation brachte - wohl
auch mit Blick auf die Debatte im laufenden
US-Wahlkampf - einen Änderungsantrag ein, der den
Schutz des Lebens von ungeborenen Kindern forderte.
Dieser Antrag wurde ebenso abgelehnt wie andere
Änderungsanträge.
Der
Resolutionsentwurf für die UN-Vollversammlung wurde
von der Europäischen Union und 60 weiteren Staaten
eingebracht. Der italienische UN-Botschafter
Marcello Spatafora äußerte dabei die Hoffnung, dass
die Entschließung nun auch im Plenum der
Vollversammlung eine Mehrheit finden werde. Dort
scheiterten entsprechende Initiativen 1994 und 1999.
Sollte die Vollversammlung die Resolution annehmen,
dann wäre dies für die 192 Mitgliedsstaaten der
Vereinten Nationen zwar rechtlich nicht bindend, es
hätte aber ein hohes moralisches Gewicht.
In der
Resolution werden alle Länder, in denen es die
Todesstrafe noch gibt, aufgerufen, die
internationalen Standards zur Wahrung der Rechte der
Häftlinge zu achten. Die Vollstreckung der
Todesstrafe sollte ausgesetzt werden, wobei die
vollständige Abschaffung erwogen werden sollte. In
der Resolution werden zudem alle Staaten, die die
Todesstrafe abgeschafft haben, aufgefordert, sie
nicht wieder einzuführen.
7.11.07
Petition mit 5 Millionen
Unterschriften
Die oben stehende Petition mit fünf
Millionen Unterschriften gegen die Todesstrafe soll am Freitag,
9.11.07 dem Präsidenten der 62. UN-Vollversammlung, dem
mazedonischen Politiker, Diplomaten und Zeitungsmanager Srgjan Kerim,
überreicht werden. Die Unterzeichner aus 153 Ländern verlangen darin
eine weltweite Aussetzung der Exekutionen, wie die Gemeinschaft
Sant'Egidio laut Kathpress am Mittwoch in Rom mitteilte. Die
UN-Vollversammlung will Anfang November über eine Resolution abstimmen,
die ein internationales Moratorium gegen die Todesstrafe verlangt.
31.19.07
Georgia Supreme Court stoppt Hinrichtung von
Earl W. Berry
Inzwischen haben seit Anfang 2006 insgesamt 44 mal
US-Gerichte eine Hinrichtung aufgrund gerichtlicher Eingaben
von Häftlingen ausgesetzt. 37 der 38 Bundesstaaten, in denen
die Todesstrafe exekutiert wird, benutzten den umstrittenen
Giftcocktail als Hinrichtungsmittel.
Gegner der Todesstrafe und Experten glauben daran, dass der
Oberste Gerichtshof der USA gewillt ist, Hinrichtungen mit
der Giftspritze in Zukunft zu verbieten.
23.10.07
Georgia Supreme Court stoppt Hinrichtung von
Curtis Osborne
Auch bei diesem Hinrichtungsaufschub nahm das Gericht
Bezug auf die anstehende Entscheidung des US Supreme Courts über die
Verfassungsmäßigkeit der Giftspritze. Es ist USA weit der 8.
Hinrichtungsaufschub in Folge
19.10.07
Georgia Supreme Court stoppt Hinrichtung von Jack
Aldermann
Das oberste Gericht von Georgia stoppte am
Donnerstag die für heute geplante Hinrichtung uns setzte damit ein
Signal, dass dem Staat keine Hinrichtungen erlaubt werden, bis der US
Supreme Court über die Verfassungsmäßigkeit der Giftspritze entschieden
hat. Für Dienstag ist in Georgia noch eine weitere Hinrichtung
angesetzt, aber die Anwälte rechnen damit, dass auch diese Hinrichtung
ausgestzt werden wird.
Richard Dieter vom Death Penalty Information Center in Washington
kommentierte den neuen Hinrichtungsaufschub folgendermaßen: " Es scheint
sicher, dass ein nationales Moratorium in Kraft ist bis der US sUpreme
Court eine Entscheidung im Kentuck Fall getroffen hat. Das Muster
scheint klar. Die niedrigeren Instanzen haben diese Nachricht erhalten."
18.10.07
Todesspritzen-Debatte stoppt Henker
Die Diskussion um Für und Wider der
Giftspritze in den USA hat Folgen: Die Zahl der Exekutionen im
Land ist auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren gefallen. In
etlichen Bundesstaaten sind Hinrichtungen gerichtlich
ausgesetzt. Jüngster Fall: Virginia.
Washington - Der Oberste Gerichtshof der USA stoppte gestern
die Hinrichtung von Christopher Scott Emmett, wenige
Stunden, bevor dieser mit einer Giftinjektion hätte getötet
werden sollen. Der 36-Jährige war verurteilt worden, weil er
2001 einen Kollegen mit dem Ständer einer Messinglampe
erschlagen hatte. Gerichte in Nevada und Texas haben
ebenfalls Hinrichtungen verschoben, die für dieses Jahr
geplant waren.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,512262,00.html
16.10.07
Oberster Gerichtshof setzt Hinrichtung in
Nevada aus
Wenige Stunden, bevor William Castillo hätte
sterben sollen, kam der Beschluss des Obersten Gerichtshofs des
US-Bundesstaats Nevada: Die Hinrichtung per Giftspritze wird gestoppt.
Die Entscheidung heizt die Debatte an, ob der Staat human töten kann -
oder nicht.
Der 34 Jahre alte Castillo hätte eigentlich gestern hingerichtet
werden sollen. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU hatte aber gegen
die Hinrichtung mit der Giftspritze geklagt. Der vorgesehene
Giftcocktail sei so stark, dass unmöglich festgestellt werden könne,
ob Castillo bei der tödlichen Injektion starke Schmerzen erleiden
müsse. Die ACLU muss nun binnen 20 Tagen dem Gericht weitere Beweise
für ihre Behauptungen vorlegen.
Der Einsatz der Giftspritze ist nach mehreren fehlgeschlagenen
Hinrichtungen in den USA äußerst umstritten. Der Oberste Gerichtshof
in Washington hatte am 25. September eine Klage von zwei zum Tode
Verurteilten aus dem Bundesstaat Kentucky zugelassen, die diese
Tötungsmethode für verfassungswidrig halten. Im Anschluss hatten
mehrere Bundesstaaten Hinrichtungen ausgesetzt. Die obersten Richter
wollen sich Anfang 2008 mit der Rechtmäßigkeit der Giftspritze
befassen.
11.10.07
Der Skandal um das pünktlich schließende Büro eines texanischen Gerichtes hat
ein Nachspiel.
Weil Büroangestellte nicht bereit waren, 20 Minuten länger im Büro zu bleiben um
einen Aufschubantrag anzunehmen wurde wenig später Michael Richards mit der
Giftspritze ermordet.
Anwälte erhoben jetzt Beschwerde gegen das betreffende Gericht.
11.10.07
Mahnwache
An einem Baukran aufgeknüpft
Drei Baukräne, von deren Spitzen die Toten baumeln. Ein dickes langes Seil, an
dem die Leichen in Reihe hängen. Die Fotos sind deutlich, schrecklich, und
können doch das ganze Ausmaß nicht erfassen: 177 Menschen. So viele waren es im
vergangen Jahr. 177 vollstreckte Todesurteile, allein im Iran.
"Die Todesstrafe ist die erbärmlichste Form des bewussten Mordes", verkünden
Plakate am gestrigen Welttag gegen die Todesstrafe. Auch auf der Zeil, wo
dutzende Exil-Iraner gegen die Todesstrafe in ihrer Heimat demonstrierten. "Wir
wollen zeigen, wie die Menschen im Iran auf der Straße hingerichtet werden",
sagt Shahnaz Morattab vom "Internationalen Komitee gegen Steinigung und
Hinrichtung". Denn Iran liegt nicht nur auf dem weltweiten zweiten Platz, gleich
hinter China, dem Land, das 2006 mindestens 1010 Menschen zum Tode verurteilte.
Im Iran werden die meisten zum Tode Verurteilten in aller Öffentlichkeit
gehängt. Auf Marktplätzen, an belebten Straßen, an Kreuzungen.
9.10.08
Bush will Todesstrafe verhindern
Der republikanische US-Präsident kämpft gegen das republikanische Texas
Washington. George W. Bush kämpft gegen die Todesstrafe? Es gibt noch
Nachrichten, die rundheraus verblüffen. Ausgerechnet dem Bundesstaat Texas, in
dem er als Gouverneur Mitverantwortung für 152 Hinrichtungen trug, will der
US-Präsident die Vollstreckung eines Todesurteils verbieten. An der Seite von
Menschenrechtsgruppen, Kirchen, internationalen Organisationen und
Rechtsanwälten fordert Bush ein neues Verfahren für den verurteilten Mörder Jose
Medellin.
9.10.07
30. November
("Cities for life - cities against the Death Penalty)
Dies ist ein jährlich wiederkehrendes Event, das im Jahre 2002 von der in Rom
basierenden "Gemeinschaft Sant' Egidio" begonnen wurde und von mehreren
Mitgliedern der "World Coalition Against The Death Penalty" unterstützt wird
(http://www.santegidio.org/de/pdm/index.htm). Jedes Jahr wird an den Geburtstag
der erstmaligen Abschaffung der Todesstrafe in einem europäischen Staat, im
Grossherzogtum Toscana anno 1786, mit der speziellen Beleuchtung eines bekannten
Gebäudes in der Stadt erinnert, so z.B. das Kolosseum in Rom oder der Moneda
Palast in Santiago de Chile oder anderen.
Im 2006 haben sich insgesamt 534 Städte weltweit dieser Aktion angeschlossen und
am Abend des 30. November ein Gebäude beleuchtet.
9.10.07
Rio de Janeiro.
Viele lateinamerikanische Regierungen haben bezüglich der Todesstrafe noch
keinen Standpunkt bezogen, bzw. diesen offiziell erklärt.
Dennoch deuten viele Anzeichen darauf hin, dass der größte Teil dieser Region
ein Moratorium für die Abschaffung der Todesstrafe unterstützen wird! *onlex10*
9.10.07
Lissabon
Anlässlich der EU- Konferenz "Europa gegen die Todesstrafe" halten heute
Pressesprecher der Weltkoalition gegen die Todesstrafe eine Pressekonferenz in
Lissabon, Portugal.
3.10.07
Der "Erfinder" der Giftspritze selbst hat Zweifel an der
lethalen Injektion . "Es ist vielleicht an der Zeit, das zu ändern", sagte
Dr. Jay Chapman kürzlich in einem Interview. "Es gibt zu viele Probleme, die
entstehen können." Chapman hat auch eine Idee, wie man solche Probleme
vermeiden könnte: durch die Guillotine. Das sei die einfachste Methode, und
er hätte nichts dagegen, wenn sie eingeführt würde, zitierte ihn der Sender
CNN. "Der Person wird der Kopf abgeschnitten, und das ist das Ende."
(
http://derstandard.at/?url=/?id=3058397 )
6.10.07
Weil ein Gericht in Texas pünktlich Feierabend machen
wollte, ist Michael Richards am 25.9. 07 mit einer Giftspritze hingerichtet
worden. Die zuständigen Büroangestellten seien nicht bereit gewesen, 20
Minuten länger am Platz zu bleiben, um einen Aufschubsantrag
entgegenzunehmen, berichtete die texanische Presse am Mittwoch.
Der Hintergrund:Am 25.September nahm der oberste Gerichtshof
der USA einen Einspruch gegen die verfassungsmäßigkeit der Giftspritze an
und kündigte an, darüber 2008 beraten zu wollen.Daraufhin begann für die
Anwälte ein Wettlauf mit der Uhr.
Um zumindest einen Aufschub für Richard zu erwirken, mussten
die Anwälte zunächst ein Gesuch beim Obersten Strafgerichtshof von Texas
einreichen. Als sie nach einer Computerpanne um 16.50 Uhr bei dem Gericht
anriefen, damit dieses 20 Minuten länger als üblich geöffnet bliebe, wurde
diese Bitte abgeschmettert: "Wir schließen um 17 Uhr," antwortete ihnen der
Gerichtsschreiber.
Daraufhin wandten sie sich an den Obersten Gerichtshof, der
an Abenden mit geplanten Hinrichtungen stets eine Bereitschaft hat. Nach
einigen Stunden wurden sie auch hier zurückgewiesen mit der Begründung, es
gebe keine Stellungnahme eines Richters vor Ort. Richard wurde noch am
selben Abend mit einer Giftspritze hingerichtet.
"Den Tod eines Mannes voranzutreiben, auch eines schlechten
Mannes, weil Büroangestellte es nicht über sich bringen, eine bürokratische
Prozedur zu dehnen, ist ein niedriger Akt, der einem den Atem raubt, der von
einer Freude am Tode zeugt, die einem das Blut in den Adern gefrieren
lässt", kommentierte die "Dallas Morning News".
http://www.dallasnews.com/sharedcontent/dws/dn/opinion/editorials/stories/DN-death_04edi.ART.State.Edition1.421d70d.html
29. 09.07
Moratorium
der Todesstrafe
101 Länder bilden
Arbeitsgruppe
Die Initiative Italiens für ein
weltweites Moratorium der Todesstrafe findet zunehmend
Unterstützung. Vertreter aus 101 Ländern einigten sich
am Rande der UN-Vollversammlung in New York auf die
Gründung einer Arbeitsgruppe, die einen entsprechenden
Resolutionsentwurf erarbeiten soll. Um die
Vollversammlung zu passieren, müsste die Entschließung
dann von 97 der 192 UN-Mitgliedstaaten gebilligt werden.
|
|
|
25. 09.07
Michael
Richards Texas

Ermordet!
Seine letzten Worte waren: " ich möchte dass meine
Familie sich um sich kümmert.
Ich liebe Dich, Engel. Los gehts..." Er wurde um
8:23 Uhr für tot erklärt.
Offizielle erklärten, dass die Ankündigung des hohen
Gerichtes vom Dienstag keine Auswirkung auf die Terminplanung von Exekutionen
haben wird.
"Wir werden unsere Interpretation des Rechtes
beibehalten" sagte Perry.
Ein blutrünstiger Gouverneur, der sogar in seiner
Impertinenz Bedenken des Hohen Gerichtes ignoriert
(siehe:
http://www.ncadp.org/news.cfm?articleID=145 )
- es macht sprachlos und wird weitere Leben
kosten...
20.9.07.
Ein
Bundesrichter an, dass aufgrund der Grausamkeit der lethalen Injektion die
geplante Hinrichtung ausgesetzt werden solle.
Weitere Informationen dazu findet Ihr hier:
http://www.ncadp.org/news.cfm?articleID=142&affID=
20.09.07
Clifford Kimmel
Texas

Ermordet
Der 25. Mensch, den Texas in diesem Jahr
ermordet hat...
Ob Herr Perry, der texanische blutrünstige Gouverneur
mittlerweile wohl mal einer Hinrichtung beigewohnt hat? Bisher lehnte er ja alle
Einladungen der Angehörigen der von ihm ermordeten Menschen zu dem
mittelalterlichen Spektakel ab...
Der Mord an diesem Menschen ist deutschen Medien
keine Nachricht wert!
12.09.07
Daryl Holton
Tennessee ein Freiwilliger

Ermordet
Dary Holton wurde als erster Mensch seit 1960 in
Tennessee auf dem elektrischen Stuhl ermordet. Der psychisch schwerkranke Mann
hatte dies selbst gewünscht, weil er sich diese Todesart im Vergleich zur
Giftspritze als weniger schmerzhaft erhoffte.
Die Schilderung der Augenzeugen seiner Ermordung lassen
diesen Schluss allerdings nicht zu- man sah einen gewaltsamen Ruck,
der seinen ganzen Körper hochhob, seine Finger umklammerten die Armlehne - und
dies auch noch beim notwendigen zweiten Stromstoß.
Nur für starke Nerven-
Bilder einer Exekution auf dem elektrischen Stuhl aus dem Jahr 1999...
Der Mord an diesem Menschen ist deutschen Medien
keine Nachricht wert!
5.09.07
Tony Roach
Texas

Ermordet
Die erbarmungslose amerikanische Todesmaschinerie läuft
und läuft und läuft...
Heute wurde in Texas
Tony Roach getötet.
In
seinem letzten Statement sprach er mit
gebrochener Stimme und Tränen in den Augen
mehrere Minuten lang."Ich hab ihnen allen so
viele Schmerzen bereitet, ich kann mir
bestenfalls vorstellen wie sie sich fühlen.
Ich bete dass der Herr Jesus Christus ihr
Herz auf dieselbe Art und Weise berührt wie
er meins berührt hat." "Ich hege keinen
Groll gegen diejenigen, die diese sogenannte
Gerechtigkeit vollziehen. Ich übergebe sie
alle Gottes Fürsorge." Um 18.22 Uhr Ortszeit
(01.22 Uhr unserer Zeit) wurde Tony Roach
für tot erklärt.
Tony Roach ist der
403.
Gefangene der seit dem 7. Dezember 1982 -
dem Tag, an dem Texas Hinrichtungen wieder
aufnahm - hingerichtet wurde und der 24.
Gefangene in diesem Jahr. Er ist der 39.
Gefangene, der in den gesamten USA in diesem
Jahr hingerichtet wurde und der 1096.
Gefangene seit dem 17. Januar 1977.
(
http://www.chron.com/disp/story.mpl/metropolitan/5111279.html
)
Der Mord an diesem
Menschen ist deutschen Medien keine
Nachricht wert!
30.6.07
Trauriger
Rekord....
Am 26. Juni
2007 fanden
in den USA 3
staatliche
Morde
an einem Tag
statt.
Patrick
Brian
Knight
39
Jahre,
Jimmy Dale
Bland 49
Jahre
Ich schäme mich für die praktizierte Barbarei
unseres
"großen
Bruders" in
Übersee und
frage, wie
lange noch
darf ein
"zivilisiertes"
Land seine
Bürger töten
ohne dass
ein
Aufschrei
der
Entrüstung
durch alle
Nationen
geht?
Wie kann es sein, dass
über Paris Hiltons Gefängnisaufenthalt
regelmäßig Bericht erstattet wird, während
diese barbarischen
Hinrichtungen indess in unseren Nachrichten
offenbar als nicht erwähnenswert behandelt
werden?
Was ist los mit unserer
deutschen Medienlandschaft?